Bibel = Lüge?

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    • RE: Wähle SELBSTHEILUNG

      Hallo Bernhard,

      Si capis, deus non est. = Falls du begreifst, Gott existiert nicht.

      Si capis, deum non est. = Falls du verstehst, er ist kein Gott.

      Von wem stammte das erste Zitat?

      Beim Zweiten ging es darum das Caesar kein Gott wäre. Verschwörung gegen den Kaiser zum Mord. Aber wer von den Verschwörern aus dem Senat das jetzt genau gesagt hat weiß ich nicht mehr.

      Über das Buch freue ich mich schon sehr. Werde es aber wahrscheinlich erst nach meinem 40 Geburtstag lesen.

      wünsche Dir eine schöne Woche und hoffe auf das besagte Thema "Himmel und Hölle"

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Ave Amici,

      hmm, vom Gefühl her, versteh ich es, wie Ingrid.

      Was du verstandesmäßig erfassen kannst, ist nicht Gott.

      Wie Lao Tse sagt : das Tao, das du in Worte fassen kannst, mit Worten beschreiben kannst, ist nicht das ewige Tao.

      Lieber Bernhard, das Thema “Himmel und Hölle” finde ich auch interessant.
      An Ernstzunehmendem fand ich - neben dem, was die Gespräche mit Gott vermitteln - bisher nicht sehr viel;
      Gedanken des östlichen Meisters Yogananda, und seines Lehrers Sri Yukteswar.
      Und Gedanken aus dem Buddhismus; dazu hatte ich gerade einem Freund, der keinen PC hat, etwas kopiert …

      Eröffne doch einfach einen Thread, eine Seite zu dem Thema.
      Entweder im Board: Spiritualität … oder im entsprechenden “Gespräche mit Gott - Board” … wahrscheinlich haben ja die meisten hier nur alle paar Tage Zeit, daran und darin zu arbeiten …..

      Gerade ein Gedanke dazu - die GmG vermitteln ja, die Hölle in der konventionellen Vorstellung gibt es nicht.
      Das nachtodliche Erleben hängt aber mit den Vorstellungen zusammen, die ein Mensch darüber hat; dem entsprechendes sagt auch Yogananda … und finden sich auch in den buddhist. Sichtweisen …
      Ein Gedanke des Zenlehrers Kenneth S. Leong hat sich mir eingeprägt;
      sinngemäß: Die Tore der Hölle sind immer offen.

      Ingrid, Jo, Bernhard, schlaft gut, Folker

      ***

      Nachtrag :
      bemerkenswert, ich greife zu Gespräche mit Gott,
      um vielleicht noch ein GmG-Zitat zu ergänzen -
      und schlage das Buch genau an der Stelle auf :

      ES GIBT EINE Hölle, aber sie ist nicht das, woran ihr denkt, und ihr erfahrt sie nicht aus Gründen, die ich schon genannt habe.

      Was ist die Hölle?

      SIE IST DIE Erfahrung des schlimmstmöglichen Resultats eurer gewählten Optionen, Entscheidungen und Schöpfungen. Sie ist die natürliche Konsequenz eines jeden Gedankens, der mich leugnet oder »nein« sagt zu dem, wer-ihr-seid in Beziehung zu mir.
      Sie ist der Schmerz, den ihr durch falsches Denken erleidet.
      Doch selbst der Begriff »falsches Denken« ist missverständlich, weil es in diesem Sinn nichts gibt, was falsch ist.
      Die Hölle ist das Gegenteil von Freude. Sie ist Unerfülltsein. Sie ist das Wissen über wer-und-was-du-bist, und das Scheitern, dies zu erfahren. Sie ist weniger, geringer sein.
      Das ist die Hölle, und für eure Seele gibt es keine schlimmere.
      - Gespräche mit Gott, Seite 72, 73, Neale Donald Walsch -
      Gestalten wir das Forum zu einem Ort des Austauschs über die GmG, der Klärung von Fragen, die uns beschäftigen, des Teilens von Erfahrungen und Verschiedenstem, das uns inspiriert.. ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Folker'D ()

    • Liebe Ingrid, - und auch ihr Anderen!!!
      deine zweite Übersetzung ist philologisch absolut korrekt - und wunderschön dazu! Die erste geht irgendwie auch .. . Mist! Das ist der Lateinlehrer in mir !
      Und - ja, eure Ahnungen - Annäherungen an die Übersetzung sind alle hochinteressant!
      Jo: Bei deiner Übersetzung müsste im DEUM noch ein geistiges de(or)um drin sein - dann passt es auch. Die haben damals manchmal Silben gekürzt. Das Zitat selbst kenne ich nicht.

      Ich werde mich zu allem - auch dem neuen Thema Himmel und Hölle - erst später melden können; neben dem Schulalltag (den ich so sehr (ehrlich) liebe!) muss ich noch 2 Seminare vorbereiten, eins ist in 2 Wochen , das andere in 5: Das braucht viel spirituelle Energie! Denn der Bogen sollte sich zum Kreis schließen. Und ich bin nicht für den Bogen zuständig, das macht meine Bogenlehrerin, sondern für das Schließen.
      Ich werde also in den nächsten 4 Wochen eher sporadisch im Forum sein.
      Und ein tiefes DANKE für die Anregungen zu meiner Idee mit dem neuen Thema!
      Bernhard

      Hah! Und als Gutenachtgedanke: Thomas von Aquin hat mal "Sünde" definiert - genial definiert als die
      "Incurvatio hominis in se ipsum"!
    • Hallo Bernhard,

      mit dem Latein habe ich so meine Probleme. Erstens ist das Alles schon ziemlich lange her bei mir, und zweitens hatte ich in Englisch und Latein eine fünf, als ich mit dem Hauptschulabschluß in der Tasche das Gymnasium verlassen hatte. Danach hatte ich mit Latein nichts mehr am Hut. Daher ist es auch sehr gut möglich, dass es dort deorum geheißen hat. Mein Gedächtnis ist durch meine Krankheit nicht mehr das Beste. Manchmal passiert es mir sogar, dass ich nicht mehr weiß, wo ich mein Auto in der Stadt geparkt habe. Aber auch früher hatte ich schon immer Probleme mit den Vokabeln. Zu den Tests hatte ich sie meist gut drauf. Aber später zu den Arbeiten waren sie (die Vokabeln) immer wieder weg. Im Englischen war es genauso. Vokabeln hielten sich immer nur sehr kurz im Kurzzeitgedächtnis. Und vor jeder Arbeit immer alle Vokabel zu lernen war bei der Menge an Wörtern nicht möglich.

      Da Du erwähnt hast Lehrer zu sein, würde mich interessieren welche Fächer Du unterrichtest und in welcher Klasse. Außerdem würde mich interessieren wie viele Jahre Du das schon machst und wie sich die Schüler in dieser Zeit verändert haben.

      Mit der Antwort kannst Du Dir ruhig Zeit lassen. Konzentriere Dich ruhig voll und ganz auf die Seminare. Ich hätte die Fragen vielleicht auch später stellen können, aber wahrscheinlich hätte ich es dann wieder ganz vergessen. So sind wir jetzt schon mindestens Zwei die es vergessen müssen. Außerdem steht der Text jetzt hier und man (vor allem ICH) stolpert vielleicht noch einmal darüber oder wird eventuell auch durch andere Leser wieder daran erinnert.

      Sünde = Incurvatio hominis in se ipsum = Abwendung des Menschen von Gott ???

      Unter inordinatio = Sünde als ungeordnetes Wollen des Menschen habe ich den Ausdruck
      „Incurvatio in seipsum“ mit der Übersetzung „Abwendung von Gott“ gefunden.

      Da ich vermute, dass Du auch Religion unterrichtest kannst Du mir vielleicht auch folgende Fragen beantworten.
      transgressio = Sünde als Übertretung des göttlichen Gebotes. Wie heißt das göttliche Gebot, das damit gemeint ist?

      Und

      Was heißt: legem aeternam - Ist das ein feststehender Ausdruck? z.B. Gottes Wille oder so?
      Peccatum est factum vel dictum vel concupitum aliquid contra legem aeternam.
      Sünde ist eine Tat oder ein Wort oder ein Begehren etwas gegen den Willen Gottes zu tun.
      Legem = Gesetz
      Sünde ist eine Tat oder ein Wort oder ein Begehren etwas gegen ein Gesetz …???(aeternam)

      Vielleicht kann ja auch jemand anderes von euch diese Fragen beantworten?

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Lieber Bernhard,

      Original von Arcus
      Ich werde mich zu allem - auch dem neuen Thema Himmel und Hölle - erst später melden können; neben dem Schulalltag (den ich so sehr (ehrlich) liebe!) muss ich noch 2 Seminare vorbereiten, eins ist in 2 Wochen , das andere in 5: Das braucht viel spirituelle Energie! Denn der Bogen sollte sich zum Kreis schließen. Und ich bin nicht für den Bogen zuständig, das macht meine Bogenlehrerin, sondern für das Schließen.

      Ich würde mich freuen, wenn Du gelegentlich erläutern würdest, wie und wieso sich der Bogen zum Kreis schließen sollte. Das übersteigt meine Vorstellungskraft nämlich gerade gewaltig :) Bei der Incurvatio hingegen tauchte gleich das Bild einer Schlange auf, die sich so sehr zusammenringelt, dass sie schließlich wie ein Dorn in sich selbst feststeckt. (Das darf jetzt ruhig mal schwer vorstellbar sein ;-))

      Ich werde also in den nächsten 4 Wochen eher sporadisch im Forum sein.
      Und ein tiefes DANKE für die Anregungen zu meiner Idee mit dem neuen Thema!

      Hah! Und als Gutenachtgedanke: Thomas von Aquin hat mal "Sünde" definiert - genial definiert als die
      "Incurvatio hominis in se ipsum"!


      Dann hab eine fruchtbare Vorbereitungszeit und kehr gestärkt hierher zurück! Herzlich, Ingrid
    • Hallo zusammen,

      in der letzten Nacht spukte mir der Satz

      “Peccatum est factum vel dictum vel concupitum aliquid contra legem aeternam.”

      ständig im Kopf herum.

      Als Resultat hatte ich heute Morgen folgende Interpretation daraus gewonnen:

      Nicht nur die vollendete Tat, sondern auch die Ankündigung oder gar allein der Gedanke gegen den Plan Gottes, ist Sünde.

      In diesem Fall wäre ich ein wirklich sehr großer Sünder. Um Andere besser verstehen zu können, habe ich mich im Traum schon sehr of in Rollen z.B. eines Mörders, Feldherren, Sklavenhändlers etc. versetzt. Und Träume sind ja nichts anderes als meine „ausgelebten Gedanken“ in einer anderen Dimension (Realität?).

      Die Aborigines können sich zum Beispiel über diese Traumwelt verständigen und haben solche Hilfsmittel wie Telefon, Internet etc. gar nicht nötig.

      Wie seht ihr das Ganze?

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Liebe Ingrid, und auch ihr anderen,
      sieht so aus, als würde ich meine Distanz zum Forum von wegen meiner Zeitnot doch nicht so leicht hinkriegen – ihr und eure Meinungen sind mir zu nahe - aber Himmel und Hölle muss wirklich noch warten. Und ab und zu werde ich wirklich mal 2-3 Tage verstreichen lassen müssen, bevor ich mich melde. Nun, zur Frage: Der Bogen muss gespannt, der Pfeil geschossen werden – das ist zuerst mal Physik. Aber der Pfeil trifft die Scheibe, er kommt an – und zwar bei mir selbst – oder worauf immer ich gezielt habe. Und dann schließt sich der Kreis. Und das ist Metaphysik. Und dazwischen liegen hundert Stolpersteine wie Kraft, Stand, Denken, „Treffen wollen“. Einer von 100 Schüssen von mir ist in etwa fast beinahe „voll und ganz“. Und wenn es tausend wären - Bernhardp.s.: Natürlich gehen diese Seminare nicht so in die Tiefe - aber wir nähern uns ihr.p.p.s.:
      Die incurvatio: Das heißt übersetzt: "Die Zurückkrümmung des Menschen in sich selbst - statt Zurückkrümmung würde man heute wohl eher "Fixierung" sagen.
    • Buona sera Jo/gotteshelfer

      Träume sind ausgelebte Gedanken? Träume sind mehr als ausgelebte Gedanken. Träume gehören in die Kategorie Realität und sind sehr aussagekräftig, jedoch meistens nicht von den Träumenden SELBST immer zu deuten.
      Wiederholt sich ein spontan entstandener Satz tatsächlich mehrmals und bleibt bestehen, so höre auf Deine Innere Stimme und frage nach, was er zu bedeuten hat. Dabei ist eine kurze, jedoch eindeutige Frage empfehlenswert, um die Antwort effektiv zu empfinden.

      Erinnerst Du Dich, dass das Wort Sünde als Machtinstrument für Religionen von Menschen gewählt und eingesetzt wurde?
      Du bezeichnest Dich als grosser Sünder, bezeichne es doch als Erfahrungsweg - keine Sünde hast Du begangen, nein, Du wähltest den Weg, um eine Erfahrung zu erleben, damit Du DIch an "Wer Du bist" erinnerst.
      Du siehst Dich in den Träumen in verschiedenen durchlebten Rollen,die sehr wohl Dich erinnern lassen mögen, wer Du früher warst und nicht mehr sein willst.
      Erinnern sie dich vielleicht daran, welche ROlle Du im JETZT leben solltest? Es ist nicht wichtig für Dich zu wissen, wer Du warst, was Du getan hast, nein,
      Du bist in den Träumen hellsichtig, damit Du sehr wahrscheinlich eben Dich daran erinnerst, weshalb Du JETZT HIER BIST. Erkenne es und Du wirst gesunden in Geist/Seele/Körper.

      Träume die Vision des jetzt gewählten Lebens - und es wird DIR aufgetan.
      Namaste
      Eirene
    • Original von Arcus
      sieht so aus, als würde ich meine Distanz zum Forum von wegen meiner Zeitnot doch nicht so leicht hinkriegen – ihr und eure Meinungen sind mir zu nahe - aber Himmel und Hölle muss wirklich noch warten.

      Die Zeitnot ist die Hölle und der Austausch hier ein Stück Himmel, auch wenn es dabei höllisch zur Sache gehen kann ;-)

      Und ab und zu werde ich wirklich mal 2-3 Tage verstreichen lassen müssen, bevor ich mich melde.

      Setze Dich nur nicht noch zusätzlich unter Druck. 2 bis 3 Tage sind für eine Antwort ja durchaus noch im Rahmen :-)

      Nun, zur Frage: Der Bogen muss gespannt, der Pfeil geschossen werden – das ist zuerst mal Physik. Aber der Pfeil trifft die Scheibe, er kommt an – und zwar bei mir selbst – oder worauf immer ich gezielt habe. Und dann schließt sich der Kreis. Und das ist Metaphysik. Und dazwischen liegen hundert Stolpersteine wie Kraft, Stand, Denken, „Treffen wollen“. Einer von 100 Schüssen von mir ist in etwa fast beinahe „voll und ganz“. Und wenn es tausend wären -

      Den metaphysischen Teil Deiner Antwort werde ich gleich in den Schlaf mitnehmen und darauf vertrauen, dass ich ihn morgen oder übermorgen verstehe.

      Die incurvatio: Das heißt übersetzt: "Die Zurückkrümmung des Menschen in sich selbst - statt Zurückkrümmung würde man heute wohl eher "Fixierung" sagen.

      Ja, so meinte ich das auch mit dem Bild der Schlange, die sich in sich selbst verschlingt und der Welt abhanden kommt.

      Möglichst entspannte Vorbereitungen
      wünscht Dir
      Ingrid
    • Wahrheit und Lüge

      Lieber Bernhard,

      Dein Buch ist heute (gestern) Nachmittag bei mir angekommen.

      Vielen Dank


      Hallo Alle zusammen,

      Eigentlich hatten die ganzen letzten Beiträge nicht mehr wirklich etwas mit dem Grund- Thema Bibel = Lüge zu tun. Hiermit versuche ich nun wieder auf das eigentliche Thema zurück zu führen.

      Vorweg erst einmal ein paar meiner Gedanken zur Wahrheit und Lüge

      Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Was sind Halbwahrheiten? Wie kann etwas halb wahr sein?

      Allein an diesen Fragestellungen merkt man, dass es nicht sehr leicht ist, Wahrheit und Lüge voneinander zu trennen. Meiner Meinung nach gibt es nur Wahrheit und Unwahrheit. Das Wort Lüge benutze ich ungern, weil es mit Negativität behaftet ist.

      Es gibt aber immer verschiedene Arten von Wahrheit, weil jeder seine eigene Wahrheit hat. Um das nun etwas verständlicher zu machen, erzähle ich erst einmal eine kleine Geschichte.

      Auf dem Domplatz in Köln kniet ein älterer Mann mit alter, zerrissener und mit Farbe voll gekleckster Kleidung. Auf dem Kopf hat er eine schmieriger Mütze und viel Farbe an Händen und im Gesicht. Er malt eifrig an einem Bild. Der Dom ist in seiner ganzen Pracht schon als Gemälde fertig gestellt. Dazu ist schon im Vordergrund die Heilige Marie sehr gut zu erkennen. Auch das Jesuskind in ihren Armen kann man schon deutlich erkennen. Aber das Werk ist noch nicht ganz fertig.
      Es kommt ein Herr im feinen Anzug vorbei und sieht diesen Mann dort knien. Er schüttelt nur den Kopf und denkt: “Dieses asoziale Pack, muss das denn sein, dass der schöne Domplatz von so einem Penner verschandelt wird?“ - Greift zum Handy und ruft die Polizei. Dann kommt eine Frau mit Kind (ca. 6 Jahre) hinzu, sieht das Bild und sagt: „Mein Gott was für ein schönes Gemälde. So ein lebendiges und kraftvolles Kunstwerk habe ich noch nie gesehen. Auch das Kind schaut sich alles genau an.
      Die Polizei kommt, spricht mit dem Mann im Anzug. Dieser zeigt erst auf den Maler und dann auf die Frau mit Kind. Die Polizei macht sich Notizen - nimmt wahrscheinlich die Personalien des Herrn im Anzug und den Tatbestand auf. Daraufhin kommt die Polizei zum Maler(Täter) und der Frau. Sie nehmen auch die Personalien dieser Personen auf. Dann muss der Täter seine Sachen zusammensuchen und wird von der Polizei mitgenommen.
      Monate später kommt es zur Gerichtsverhandlung. Erst wird der Täter vom Richter vernommen. Er fühlte sich keiner Schuld bewusst, und erzählt, dass er vom Anblick des Doms so überwältigt und inspiriert war, dass er sofort Farben besorgte, um zu malen.
      Danach wurde der Herr im feinen Anzug vom Richter verhört. Von diesem erfuhr er, dass es sich beim Angeklagten um einen Penner handelte, der den schönen Domplatz verunstaltete. Aus diesem Grund erstattete er (der Herr im feinen Anzug) Anzeige.
      Der Richter schaute zum Angeklagten. Dieser war völlig normal gekleidet. Nichts wies auf einen Penner hin. Als nächstes kam die Mutter von dem Kind, dessen Personalien die Polizei auch aufgenommen hatte.
      Dieses Mal bekam der Richter zu hören, dass es sich beim Angeklagten um einen Künstler handelt, und dass er ein wunderschönes Gemälde vom Dom gemalt hätte, von dem sie überwältigt gewesen wäre.
      Wieder schaute der Richter zum Angeklagten. War das nun ein Künstler?
      Nachdem er sich nun alle Parteien angehört hatte, war der Richter sehr verzweifelt. Wie passen diese Gegensätze nun zusammen. Künstler oder Penner, Geschmiere oder Kunstwerk. Der Richter selbst war ja nicht dabei und konnte sich nun wirklich kein klares Bild machen. Einer von den Zeugen musste sich doch irren- oder doch nicht? Wer von den Beiden erzählte denn nun die Wahrheit? - Er nahm noch einmal die Akte zur Hand und bemerkte eine Randnotiz: „Mutter mit Kind (ca. 6 Jahre)“ Nun dachte der Richter. Vielleicht sollte ich noch einmal die Sitzung fortsetzen und mir das Kind dazu anhören.
      Gesagt, getan. Da das Kind zufällig sowieso mit der Oma vor der Tür auf die Mutter wartete, konnte die Sitzung direkt fortgesetzt werden.
      So kam das Kind zum Richter und erzählte ihm alles. „Ja da war der alte Mann mit zerrissen und voll mit Farbe verschmierten Hosen. Auch der graue Kittel war mit Farbe verschmiert. Auf dem Kopf hatte er eine schmierige Mütze auf. Der hatte genauso wie ich, wenn ich male, die Hände und das Gesicht voll Farbe. Er hat ein schönes Bild gemalt. Die gleiche Kirche, die dort auf dem Platz steht, bloß eben viel kleiner. Dann war da noch eine Frau mit einem Baby auf dem Arm. Mama sagte, die sind heilig und deshalb schien die Sonne über deren Köpfe. Das heißt Heiligschein oder so. Dann kam die Polizei und hat mit Mami und dem alten Mann geredet. Die waren nicht so freundlich. Die haben mit ihm genauso geschimpft, wie Mami mit mir, wenn ich so mit der Farbe rumkleckere. Der musste auch sofort die Farben zusammenräumen und mitgehen, um sich zu waschen. Das Bild ist aber nicht mehr da. Als ich mit Opa über den Platz gegangen bin, um ihm den Heiligschein zu zeigen, war es weg. Das war da, wo ich von Opa das Eis bekomm habe.“
      Das reichte dem Richter. Nun hatte er ein genaues Bild von dem Geschehen. Jetzt konnte er auch diesen scheinbaren Widerspruch der beiden Zeugenaussagen (Penner – Künstler) nachvollziehen und stellte fest, dass Beide im Grunde die Wahrheit gesagt hatten. Eben jeder die, die er für sich selbst wahrgenommen hatte.
      Der Herr im feinen Anzug hat nur die Kleidung des Malers gesehen und ihn gleich in die Schublade Penner gesteckt. Auf das Gemalte hat er scheinbar gar nicht mehr geschaut und da er jetzt so vorurteilsbehaftet war, hatte er auch wohl kein Interesse mehr daran es zu tun. Sein flüchtiger Blick ließ ihn nur ein Farbengeschmiere erkennen. Vielleicht lag es auch daran, dass er erst gar nicht näher dorthin gegangen ist (z.B. Ekel vor einem Penner, nichts mit Asozialen zu tun haben wollen, etc.), dass es ihm auch gar nicht möglich war, das Bild richtig zu erkennen. Das heißt die Aussage war nach seiner Wahrnehmung und den Erfahrungswerten, die er hatte völlig korrekt (also keine Lüge). Das Einzige ist bloß, dass er nicht neutral war, sondern Umstände bewertet hat (schmutzige Kleidung = Penner)
      Aber auch die Mutter war in ihrer Aussage nicht neutral. Sie hat in erster Linie nur das Bild gesehen, was sie regelrecht überwältigt hat. Das Aussehen des „Künstlers“ spielte daher für sie keine weitere Rolle. So ein Gemälde konnte halt ihrer Erfahrung nach nur ein wirklich guter Künstler kreieren. Daher stellte sie es erst gar nicht in Zweifel, dass es sich bei dem schmutzig gekleideten alten Mann um einen Künstler handeln muss. Auch hier kommt wieder unser Schubladendenken ins Spiel.
      Das Kind war in diesem Fall wirklich wahrhaftig. Es hat neutral, ohne irgendetwas zu bewerten, genau das beschrieben, was es gesehen bzw. wahrgenommen hat. Kinder haben zum Glück meist noch nicht dieses Schubladendenken. Aus diesem Grund meinte Jesus damals ja auch: „Werdet wie die Kinder und ihr seit dem Himmelsreich viel näher.“

      Genau danach versuche ich auch zu leben. Immer erst alles als neutraler Beobachter genau untersuchen, bevor ich ein Urteil fälle. Und anschließend in Liebe handeln. Ich frage mich dann immer, was hätte Jesus wohl an dieser Stelle getan. Schwierig wird das Ganze, wenn viele Emotionen mit im Spiel sind. Ich ziehe mich dann meist zurück, ohne zu handeln. Erst wenn ich die Emotionen abgestellt habe, kann ich wirklich klar und neutral denken und auch urteilen und handeln. Und erst später, wenn sich die Gemüter ein wenig beruhigt haben, wird die Auseinandersetzung (verbal, nicht körperlich) fortgesetzt.

      Also man sieht, was im ersten Moment vielleicht unwahr erscheint, aus einer anderen Sicht vielleicht doch als wahr zu bezeichnen ist. Man sollte sehr vorsichtig seinen, jemanden einer Lüge zu bezichtigen. Aber was sind nun Halbwahrheiten?

      In meinen Augen sind das Wahrheiten, die einen gewissen Spielraum für eigene Assoziationen und Meinungen zulassen. Damit meine ich, ich erzähle etwas und lasse einfach ein paar Details außen vor, dass zwar alles den Tatsachen genau entspricht, aber jemand anderen in eine ganz andere Richtung denken lässt. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Person, die man in die Irre führen möchte sehr gut kennt. Man muss zum Teil die Denkweise und natürlich auch deren Erfahrungsschatz sehr gut kennen. Sonst funktioniert das nicht.

      Jetzt kommt natürlich die Frage auf: Ist das dann nicht eine Lüge?

      In meinen Augen ist das keine Lüge. Es ist ja auch keine Unwahrheit. Alles was erzählt wurde entspricht der Wahrheit. Das durch weglassen von Details eine Sache vielleicht in einem ganz anderen Licht da steht, weil diese Person zu einem andern Denkschluss kommt ist ja nicht meine Schuld. Wie andere denken kann ich ja nicht wirklich wissen (zumindest kann ich noch keine Gedanken lesen).

      Sollte diese Person nun allerdings laut denken, dass ich seinen Gedanken folgen kann, muss ich ihn korrigieren, wenn er sich auf Grund der fehlenden Details irrt. Mache ich das nicht, wird meine Wahrheit zur Unwahrheit (Lüge). Aus diesem Grund darf man bei Gericht auch nichts verschweigen. Entweder man schweigt ganz (kommt einem Schuldbekenntnis gleich), oder man erzählt alles im Detail.

      Was haben wir bisher gelernt? Zum einen gibt es nicht die Wahrheit für uns, sondern viele Wahrheiten. Wahrheit stammt ja auch von wahrnehmen. Da jeder alles aus einer anderen Sicht sieht, nimmt auch jeder etwas anderes wahr. Nehmen wir zum Beispiel einen Würfel. Jemand schaut von schräg vorn oben auf den Würfel und sieht oben eine 3 und vorn eine 1. Jemand der Frontal von hinten auf den Würfel schaut sieht nur ein Quadrat mit einer 6. Ein Weiterer schaut von links unten schräg hoch. Er sieht unten eine 4 und links eine 5. Da ich jetzt alle Informationen habe, weiß ich, dass ich einen Würfel sehe, wo oben die 3, unten die 4, links die 5, vorn die 1, hinten die 6 und rechts die 2 sein muss. Das gilt aber nur für einen gewissen Standpunkt. Jeder sieht also seine Wahrheit von seinem Standpunkt. Die absolute Wahrheit des Würfels können wir von einem Standpunkt allein gar nicht erkennen. Wir müssen uns einmal um den Würfel herum begeben. (Aber selbst dann können wir uns noch nicht sicher sein.)

      Genauso ist es jetzt mit der absoluten Wahrheit. Nur Gott kann alle Seiten zur gleichen Zeit betrachten. Für uns ist sie nicht greifbar.
      Das heißt die absolute Wahrheit liegt in Gott. Und Gott ist die Liebe. Also gilt als einzige Wahrheit die Liebe.
      Und um dieser Wahrheit bzw. Liebe einigermaßen gerecht werden zu können, müssen wir wertefrei, neutral alles von allen Seiten genau betrachten. Nur als neutraler Beobachter ohne „Gefühle“ ist wahre Liebe möglich. Damit ist bewiesen, dass Liebe kein Gefühl ist, sondern die Essenz allen Lebens.

      Das sind natürlich nur meine Gedanken dazu. Würde mich sehr über Eure Ansichten zu diesem Thema freuen.

      Auf die Bibel werde ich später noch zurückkommen.

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Kloster Meister Eckhart

      Liebe Freunde,

      ich gehe im Moment
      auf keines der Themen hier ein,
      sondern möchte nur mal das

      Kloster Meister Eckhart

      - ein interreligiöses Kloster-Projekt

      vorstellen :
      klostermeistereckhart.de/index.html

      Ich wünsche uns allen
      einen schönen zweiten Advent,

      Folker

      ps.: noch zu Meister Eckhart, er war einer der bedeutendsten Mystiker des Mittelalters. Im Zentrum seiner Lehren steht der Gedanke einer unio mystica, der unmittelbaren Verbindung von Mensch und Gott, in der beide unterschiedslos eins sind. Glauben bedeute demnach das Bewusstwerden dieser Einheit mit Gott im Urgrund.
      Gestalten wir das Forum zu einem Ort des Austauschs über die GmG, der Klärung von Fragen, die uns beschäftigen, des Teilens von Erfahrungen und Verschiedenstem, das uns inspiriert.. ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Folker'D ()

    • RE: Kloster Meister Eckhart

      Die Absolute Wahrheit wird vollkommen bewusst, wenn ich die Absolute Unwahrheit erkenne und beides auf ihre logische Beschaffenheit überprüfe. Alle Gurus und Spirituellen Meister dieser Welt sind aus demselben Material gezimmert wie der Penner an der Straßenecke oder das Schwein im Schweinestall. Das ist eine Absolute Wahrheit. Wenn ich die ignoriere und nicht toleriere, liege ich auf der Seite der Absoluten Unwahrheit. Ist ein Schwein nicht Gott, was ist es dann? Woher kommt es? Wer hat sich das Tier ausgedacht? Und warum? Wer hat es in den Stall verbannt? Und warum? Kannibalen? Erleuchtete Kannibalen? Nur Gott, der nie tot ist und nichtmal die Idee vom Tod besitzt, ist dazu fähig, Tiere, Menschen in sogenannte Todeszellen zu stecken. Und nur Gott ist dazu fähig, solche Gefühle zu erzeugen, dass man glaubt, man lebt nur einmal.
      Wie man sieht, ist Gott heikel, egal von welcher distanzierten Position man schaut. Manche Menschen finden wegen dieser Heikelheit keine Erleuchtung. Sie wehren sich dagegen, so ein riesiges Wesen zu werden. Hitler und seine spezielle Gefolgschaft zum Beispiel ist gnadenvoll mit Gott gleichgezogen - für ein paar Jahre allerdings nur.
      LG
    • RE: Kloster Meister Eckhart

      Zitat: gpeter
      Alle Gurus und Spirituellen Meister dieser Welt sind aus demselben Material gezimmert wie der Penner an der Straßenecke oder das Schwein im Schweinestall. Das ist eine Absolute Wahrheit.


      Dazu passt gerade eine
      kleine Aussage von Meister Eckhart.

      Der höchste Engel und die Seele und die Mücke
      haben ein gleiches Bild in Gott.
      - Meister Eckhart -

      lg, Folker
      Gestalten wir das Forum zu einem Ort des Austauschs über die GmG, der Klärung von Fragen, die uns beschäftigen, des Teilens von Erfahrungen und Verschiedenstem, das uns inspiriert.. ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Folker'D ()

    • RE: Kloster Meister Eckhart

      "Der höchste Engel und die Seele und die Mücke
      haben ein gleiches Bild in Gott.
      - Meister Eckhart -"

      Daran erkennst du, dass Meister Eckhardt nicht frei erleuchtet war. Es gibt kein höchstes und auch keinen höchsten Engel. Das ist eindeutig eine Anlehnung an die Bibel. Vielleicht war ihm sein Leben so lieb, dass er die Weltseele nicht verraten wollte und von einem höchsten Engel sprach? Er hatte schier Angst, die Wahrheit beim richtigen Namen zu nennen. Er sprach von der Seele, nicht von der Weltseele, eine Doppeldeutigkeit. Und schließlich führte er die Stechmücke an, als Symbol der Hoffnung, dass sie die echte Wahrheit irgendwann aus den bequemen verblendeten Ärschen heraussteche.
      Meister Eckhardt war bei diesem Ausspruch unfrei erleuchtet.
      LG
    • RE: Kloster Meister Eckhart

      Zu deinem Beitrag, gpeter,

      ich sehe es anders.

      Das zu sagen, genügt mir.

      lg, Folker
      Gestalten wir das Forum zu einem Ort des Austauschs über die GmG, der Klärung von Fragen, die uns beschäftigen, des Teilens von Erfahrungen und Verschiedenstem, das uns inspiriert.. ...
    • RE: Kloster Meister Eckhart

      Hallo Folker,
      du bist nicht etwa mit den Zeugen Jehova verheiratet? Die in einer höchst unlogischen Daseinsweise ihr Leben fristen. Deshalb wohl auch dein Fragezeichen hinter der Bibel-Lüge. Da gibt es für mich bzw. für den universellen Geist kein Fragezeichen, die Bibel und viele andere ähnliche Schriften enthalten Lügen und Halbwahrheiten.
      570 bis 510 vor Jesus lebte und wirkte Pythagoras, einer der größten spirituellen Lehrer und Wissenschaftler, die es je gab. Wenn du dich mit ihm beschäftigst, mit den Erklärungen der Mysterien und Symbolismen, verstehst du eine Menge Weltgeschichte. Hast du je gewusst, warum eine Pyramide zum Symbol gewählt wurde? Warum Pyramiden gebaut wurden?

      Die Pyramide war das Symbol für die Stellung des Menschen bzw. der Lebewesen im All. Zur Spitze hin wird die Tendenz zum ganzheitlichen Verstehen des Seins, zum Verstehen der Weltseele immer größer. Eine wunderbare Analogie der Entwicklung des menschlichen Geistes vom Niederen Bewusstsein zum Höheren. Du kannst auch ein Quadrat, ein Rechteck oder einen Kreis nehmen - da eine Pyramide einzeichnen als Symbol für das Ganze und Individuelle Bewusstsein. Und nun frage ich dich, was die Bibel und Jesus mit Ganzheitlichen Bewusstsein zutun haben? Das Symbol für die Bibel ist leicht nachzuvollziehen. Eine Pyramide ohne Universelle Umgebung. An der Spitze ein Herr Gott, Jehova, Allah, etwas tiefer ein Hohepriester, der Pabst oder ein Oberbischoff; dann gehts weiter in der Rangfolge nach unten, je nach geistlicher Durchsetzungskraft. Am Ende stehen natürlich Tiere (Tiere sind auch noch nach Intelligenz, Leistung und Schönheit unterschieden), die Pflanzen, Kristalle und Steine und natürlich das buddhistische Nichts (Nirvana) ganz am Ende.

      Wenn du das Forum für deine persönliche Ehrerweiterung nutzen willst, dann sei so gut - und öffne dich mal für Weltgeschichte und logisches Denken, sonst wirst du erstens langweilig und zweitens überflüssig.

      Das dazu, aber noch mal zu dem Mysterium des wahren Seins und der Absoluten Wahrheit. Wer dies versteht, wird erleuchtet genannt. Er könnte auf die Straße rennen und jubeln. Das tuen aber nur sehr wenige. Manche jubeln nie, denn sie wissen, was sie damit anrichten. Sie gehen nicht mal in ein Forum für Esoterik. Denn Jubel über sein Ankommen irritiert andere Menschen, setzt andere nicht Angekommene zurück, macht sie öffentlich ungleich. Manche Jubler sind sogar erschlagen worden. Manchen Jublern war das Erschlagenwerden sogar egal (OSHO). Ein Erleuchteter wirkt deshalb am Besten je nach Bedarf der Umgebung.

      Ich grüße
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      • Pyramidensystem alles Seienden.jpg

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    • RE: Kloster Meister Eckhart

      Hallo Peter,

      sei mir nicht böse, aber dein Beitrag
      ist ein völliger Unfug.

      Zitat : gpeter
      … Deshalb wohl auch dein Fragezeichen hinter der Bibel-Lüge.


      - da dieses Thema überhaupt nicht von mir ist,

      insofern auch das “Fragezeichen” nicht -
      und was du geschrieben hast, mit mir
      nichts zu tun hat.

      Meine Sicht von Leben und Spiritualität ist geprägt durch die spirituellen Traditionen; auch durch Menschen, die ich erleben durfte -
      wie die Sufi-Meisterin Irina Tweedy, der Benediktiner David Steindl-Rast, der Zen-Meister Bernie Glassman Roshi … neuzeitliche spirituelle Lehrer/Lehrerinnen, wie Byron Katie und Eckhart Tolle, die Erleuchtung erfahren haben …
      vor kurzem war ich in Österreich, zu Seminaren mit N.D. Walsch …
      - insofern, ist es nicht nötig, dass du mir erklärst, "was Erleuchtung bedeutet", auch wenn es lieb gemeint sein mag ;)

      Heute bin ich den »Gesprächen mit Gott /GmG« näher. Die existierenden Vorstellungen und Konzepte von “Erleuchtung” möchte ich mehr aus meinem Blickfeld lassen -
      und auf meinem eigenen Weg, mit den »Gesprächen mit Gott«, auch meinen eigenen Gesprächen mit Gott, und meinen eigenen Erfahrungen zu meiner ureigenen Sicht gelangen.

      Was Erleuchtung ist, lässt sich auf viele Weisen sagen.
      Gerade auch durch die GmG auf neue Art und Weise in Worte fassen.

      Zitat: aori
      Täglicher Gedanke für den 6. Oktober
      Doch wenn ihr wüsstet, wer-ihr-seid - dass ihr die herrlichsten, bemerkenswertesten und glanzvollsten Kreaturen seid, die von Gott je erschaffen wurden -, würdet ihr euch niemals ängstigen.
      (GmG 1, Seite 39)


      Etwa so, die Wahrheit dieser Aussage
      g a n z zu realisieren, zu erfahren, zu sein.

      ~ ~ ~

      Der Sufi Meister Hazrat Inayat Khan sagt in »Das Erwachen des menschlichen Geistes«: »Christus sagte dazu folgende Worte : “Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“. Diese Entwicklungsstufe läßt sich nicht mehr beschreiben. Es ist eine Ahnung, eine Erkenntnis, ein Gefühl, das Worte niemals erklären können. Es läßt sich nur eines sagen : Wenn ein Mensch jene Stufe der Entwicklung erreicht, die als Vollkommenheit bezeichnet wird, ja wenn er sie nur berührt hat, so wird sein Denken, sein Sprechen, sein Handeln, seine Ausstrahlung - alles Gottes Wesen hervorbringen; überall verbreitet er Gott.«

      Auch das spricht mich sehr an …

      Gott vermittelt in den GmG, dass Gott, der schöpferisches Bewusstsein ist, aus sich - aus eigenem Sein - Seelen erschaffen hat; die ebenfalls schöpferisches, göttliches Bewusstsein sind, und Teil und Ausdruck Gottes, des Göttlichen.

      Das - ohne Verhaftungen - im Erfahren
      g a n z zu realisieren - Seele-sein u n d Gottsein
      bedeutet Erleuchtung.


      Wobei es S t u f e n von Erleuchtung gibt; auch darüber gab‘s ja im Forum schon Austausch.
      Bei dem es auch unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen gibt, aber ich habe kein Problem damit.
      Du hoffentlich auch nicht.

      Und die Zeugen Jehovas -
      wenn du nicht mit ihnen verheiratet bist, ich jedenfalls gewiss nicht :-)

      Also, wie gesagt, das Thema hier ist gar nicht von mir,
      das war ein Missverständnis deinerseits.

      Und an dieser Stelle würd ich gern den Austausch zu diesem Thema hier beschließen.
      Lassen wir es einfach so stehen.

      Es gibt so viele Wege zu Gott - wie es Seelen gibt auf der Welt,
      sagen die Sufis,
      lg, Folker

      ps.: als kleinen Nachtrag möchte ich nocheinmal sagen, dass meine Beiträge meine Sicht darstellen.
      Niemand muss mir zustimmen, *lächel*
      Gestalten wir das Forum zu einem Ort des Austauschs über die GmG, der Klärung von Fragen, die uns beschäftigen, des Teilens von Erfahrungen und Verschiedenstem, das uns inspiriert.. ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Folker'D ()

    • RE: Kloster Meister Eckhart

      Moment, lieber Folker, ich bin verärgert, wenn etwas nicht ausdiskutiert werden kann; und du willst dieses wichtige Thema wirklich schließen? Du solltest wissen, dass meine Worte gegen andere auch Worte gegen mich selbst sind. Du nennst meinen Artikel Unfug, und ich muss dazu gerechtermaßen oder freiermaßen etwas sagen dürfen.
      Wenn ich meine: "dein Fragezeichen hinter der Bibel-Lüge", dann doch nur deshalb, weil du vor lauter Respekt gegenüber den Leitfiguren aus Büchern die Beobachtung deines eigenen Wesens immer wieder vernachlässigst. Das ist gegen dich selbst verantwortungslos und wider der universellen Intelligenz. Ich elektrisiere mich über meine Körperlichkeit in die Geist-Ekstase. Mein Körper ist mir am Nächsten.
      Natürlich bin ich ebenfalls durch alle Religionen geforscht, wobei schon Buddha sagte, "Begegnest du Buddha, schlag ihn tot!". Warum? Eben, es geht um die Begegnung. Bleibt es bei der Begegnung, bleibt es bei der Weltenteilung in Ego und Weltseele. Buddhawerdung heißt, sich ins Ganze zu entfalten, sich vom Ich zu lösen, dass dann Nichts genannt werden kann. Du bist im Nichts vom Ich ins Absolute Ganze gelangt. Und dieses Ganze beinhaltet durch und durch Intelligenz und intelligente Absichten.
      Diese Absichten beinhalten Möglichkeiten zu sein und Möglichkeiten zu wirken. Damit sind die Illusionen als Notwendigkeit der Entfaltung des Allgeistes bestätigt. Der Allgeist manifestiert sich auf vielfältigste Lebens- und Existenzart; er, sie, es individuiert sich. Ist das nicht supersuperherrlich?
      Und nun geht es dir darum, dich total zu vergeistigen? Du nennst als Stütze und Krücken dafür - eine ganze Reihe spiritueller Meister. Du willst doch aber eigentlich keine Anhaftungen - oder? Schmeiß die Krücken weg, geh völlig ins All-Selbst-Vertrauen, dass dir niemals etwas Schlimmes passieren kann (keinem Gott kann etwas Schlimmes passieren) in unsere Welt hinaus. Genieße das riesige Angebot an Spaß aus dem All. Wenn du Wein trinkst, dann genieße das Wunder Wein; wenn du Sex hast, dann genieße das Wunder Sex; wenn du krank bist, dann genieße das Wunder Korrektur in Form von Krankheit; wenn du wieder heil bist, dann genieße das Wunder des Heilwerdens; genieße das Wunder Verstehen, wie man Heil wird; genieße das Wunder Lottogewinn, wenn du im Lotto gewonnen hast; um endlich in Liebe den wirklich Bedürftigen Mittel und Methoden zukommen zu lassen, die sie aus ihrer "Armut" hinausführt. Gott mag offensichtlich auch das Spiel "Arm und Reich", nicht nur im Materiellen, auch im geistigen Bereich; Gott mag offensichtlich auch das Spiel "Krieg und Frieden", nicht nur im Materiellen Bereich; Genieße das Wunder der Glückseligkeiten, die durch diese Spiele immer wieder verwirklicht werden (siehe auch die Wiedervereinigung Deutschlands - und bald auch endlich die Wiedervereinigung aller Länder und aller Welten - irgendwann in der Ewigkeit).
      Sei gewiss, dass ich dich nicht kompromittieren will; weil es sonst die Kompromittierung meines Selbstes, unseres Selbstes, ist. Ich werde nicht ertragen können, wenn du dich von mir abkehrst; ich muss dann noch tiefer in mich rein forschen, was nunmal wieder ein großer Fortschritt für mich wird. Was wird es dann für dich und deine spirituellen Meister? Naja, ich danke dir schonmal im Voraus, schmunzel.
      Eines vergaß ich: Das Töten. Da wir alle ja gottesverwandt sind, wieso töten wir dann einige unserer Mitwesen? - Abkehr ist auch Töten. Das Töten einer Beziehung. Ich hoffe, du ahnst nun, warum es immer wieder Kriege gibt. Genießen wir doch mal das Wunder Lebewesen - und töten es nicht.
      LG

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