Wahrheit - Lüge - Halbwahrheiten

    • Wahrheit - Lüge - Halbwahrheiten

      (Kopie meines Beitrages vom 02.09.2009 unter Bibel = Lüge)

      Hallo Alle zusammen,

      Vorweg erst einmal ein paar meiner Gedanken zur Wahrheit und Lüge

      Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Was sind Halbwahrheiten? Wie kann etwas halb wahr sein?

      Allein an diesen Fragestellungen merkt man, dass es nicht sehr leicht ist, Wahrheit und Lüge voneinander zu trennen. Meiner Meinung nach gibt es nur Wahrheit und Unwahrheit. Das Wort Lüge benutze ich ungern, weil es mit Negativität behaftet ist.

      Es gibt aber immer verschiedene Arten von Wahrheit, weil jeder seine eigene Wahrheit hat. Um das nun etwas verständlicher zu machen, erzähle ich erst einmal eine kleine Geschichte.

      Auf dem Domplatz in Köln kniet ein älterer Mann mit alter, zerrissener und mit Farbe vollgekleckster Kleidung. Auf dem Kopf hat er eine schmieriger Mütze und viel Farbe an Händen und im Gesicht. Er malt eifrig an einem Bild. Der Dom ist in seiner ganzen Pracht schon als Gemälde fertig gestellt. Dazu ist schon im Vordergrund die Heilige Marie sehr gut zu erkennen. Auch das Jesuskind in ihren Armen kann man schon deutlich erkennen. Aber das Werk ist noch nicht ganz fertig. Es kommt ein Herr im feinen Anzug vorbei und sieht diesen Mann dort knien. Er schüttelt nur den Kopf und denkt: “Dieses asoziale Pack, muss das denn sein, dass der schöne Domplatz von so einem Penner verschandelt wird?“ - Greift zum Handy und ruft die Polizei. Dann kommt eine Frau mit Kind (ca. 6 Jahre) hinzu, sieht das Bild und sagt: „Mein Gott was für ein schönes Gemälde. So ein lebendiges und kraftvolles Kunstwerk habe ich noch nie gesehen. Auch das Kind schaut sich alles genau an. Die Polizei kommt, spricht mit dem Mann im Anzug. Dieser zeigt erst auf den Maler und dann auf die Frau mit Kind. Die Polizei macht sich Notizen - nimmt wahrscheinlich die Personalien des Herrn im Anzug und denTatbestand auf. Daraufhin kommt die Polizei zum Maler(Täter) und der
      Frau. Sie nehmen auch die Personalien dieser Personen auf. Dann muss der Täter seine Sachen zusammensuchen und wird von der Polizei mitgenommen.

      Monate später kommt es zur Gerichtsverhandlung. Erst wird der Täter vom Richter vernommen. Er fühlte sich keiner Schuld bewusst, und erzählt, dass er vom Anblick des Doms so überwältigt und inspiriert war, dass er sofort Farben besorgte, um zu malen. Danach wurde der Herr im feinen Anzug vom Richter verhört. Von diesem erfuhr er, dass es sich beim Angeklagten um einen Penner handelte, der den schönen Domplatz verunstaltete. Aus diesem Grund erstattete er (der Herr im feinen Anzug) Anzeige.
      Der Richter schaute zum Angeklagten. Dieser war völlig normal gekleidet. Nichts wies auf einen Penner hin. Als nächstes kam die Mutter von dem Kind, dessen Personalien die Polizei auch aufgenommen hatte. Dieses Mal bekam der Richter zu hören, dass es sich beim Angeklagten um einen Künstler handelt, und dass er ein wunderschönes Gemälde vom Dom
      gemalt hätte, von dem sie überwältigt gewesen wäre.
      Wieder schaute der Richter zum Angeklagten. War das nun ein Künstler?
      Nachdem er sich nun alle Parteien angehört hatte, war der Richter sehr verzweifelt. Wie passen diese Gegensätze nun zusammen. Künstler oder Penner, Geschmiere oder Kunstwerk. Der Richter selbst war ja nicht dabei und konnte sich nun wirklich kein klares Bild machen. Einer von den Zeugen musste sich doch irren- oder doch nicht? Wer von den Beiden
      erzählte denn nun die Wahrheit? - Er nahm noch einmal die Akte zur Hand und bemerkte eine Randnotiz: „Mutter mit Kind (ca. 6 Jahre)“ Nun dachte der Richter. Vielleicht sollte ich noch einmal die Sitzung fortsetzen und mir das Kind dazu anhören.
      Gesagt, getan. Da das Kind zufällig sowieso mit der Oma vor der Tür auf die Mutter wartete, konnte die Sitzung direkt fortgesetzt werden. So kam das Kind zum Richter und erzählte ihm alles. „Ja da war der alte Mann mit zerrissen und voll mit Farbe verschmierten Hosen. Auch der graue Kittel war mit Farbe verschmiert. Auf dem Kopf hatte er eine schmierige Mütze auf. Der hatte genauso wie ich, wenn ich male, die Hände und das Gesicht voll Farbe. Er hat ein schönes Bild gemalt. Die gleiche Kirche, die dort auf dem Platz steht, bloß eben viel kleiner. Dann war da noch eine Frau mit einem Baby auf dem Arm. Mama sagte, die sind heilig und deshalb schien die Sonne über deren Köpfe. Das heißt Heiligschein oder so. Dann kam die Polizei und hat mit Mami und dem alten Mann geredet. Die waren nicht so freundlich. Die haben mit ihm genauso geschimpft, wie Mami mit mir, wenn ich so mit der Farbe
      rumkleckere. Der musste auch sofort die Farben zusammenräumen und mitgehen, um sich zu waschen. Das Bild ist aber nicht mehr da. Als ich mit Opa über den Platz gegangen bin, um ihm den Heiligschein zu zeigen, war es weg. Das war da, wo ich von Opa das Eis bekomm habe.“
      Das reichte dem Richter. Nun hatte er ein genaues Bild von dem Geschehen. Jetzt konnte er auch diesen scheinbaren Widerspruch der beiden Zeugenaussagen (Penner – Künstler) nachvollziehen und stellte fest, dass Beide im Grunde die Wahrheit gesagt hatten. Eben jeder die, die er für sich selbst wahrgenommen hatte. Der Herr im feinen Anzug hat nur die Kleidung des Malers gesehen und ihn gleich in die Schublade Penner gesteckt. Auf das Gemalte hat er scheinbar gar nicht mehr geschaut und da er jetzt so vorurteilsbehaftet
      war, hatte er auch wohl kein Interesse mehr daran es zu tun. Sein flüchtiger Blick ließ ihn nur ein Farbengeschmiere erkennen. Vielleicht lag es auch daran, dass er erst gar nicht näher dorthin gegangen ist (z.B. Ekel vor einem Penner, nichts mit Asozialen zu tun haben wollen, etc.), dass es ihm auch gar nicht möglich war, das Bild richtig zu erkennen. Das heißt, die Aussage war nach seiner Wahrnehmung und den Erfahrungswerten, die er hatte völlig korrekt (also keine Lüge). Das Einzige ist bloß, dass er nicht neutral war, sondern Umstände bewertet hat (schmutzige Kleidung = Penner) Aber auch die Mutter war in ihrer Aussage nicht ganz neutral. Sie hat in erster Linie nur das Bild gesehen, was sie regelrecht überwältigt hat. Das Aussehen des „Künstlers“ spielte daher für sie keine weitere Rolle. So ein Gemälde konnte halt ihrer Erfahrung nach nur ein wirklich guter Künstler kreieren. Daher stellte sie es erst gar nicht in Zweifel, dass es sich bei dem schmutzig gekleideten alten Mann um einen Künstler handeln muss. Auch hier kommt wieder unser Schubladendenken ins Spiel.
      Das Kind war in diesem Fall wirklich wahrhaftig. Es hat neutral, ohne irgendetwas zu bewerten, genau das beschrieben, was es gesehen bzw. wahrgenommen hat. Kinder haben zum Glück meist noch nicht dieses Schubladendenken. Aus diesem Grund meinte Jesus damals ja auch:
      „Werdet wie die Kinder und ihr seit dem Himmelsreich viel näher.“

      Genau danach versuche ich auch zu leben. Immer erst alles als neutraler Beobachter genau zu untersuchen und betrachten, bevor ich ein Urteil fälle. Und anschließend in Liebe handeln. Ich frage mich dann immer, was hätte Jesus wohl an dieser Stelle getan. Schwierig wird das Ganze, wenn viele Emotionen mit im Spiel sind. Ich ziehe mich dann meist zurück, ohne zu handeln. Erst wenn ich die Emotionen abgestellt habe, kann ich wirklich klar und neutral denken und auch urteilen und handeln. Und erst später, wenn sich die Gemüter ein wenig beruhigt haben, wird die Auseinandersetzung (verbal, nicht körperlich) fortgesetzt.

      Also man sieht, was im ersten Moment vielleicht unwahr erscheint, aus einer anderen Sicht vielleicht doch als wahr zu bezeichnen ist. Man sollte sehr vorsichtig seinen, jemanden einer Lüge zu bezichtigen. Aber was sind nun Halbwahrheiten?

      In meinen Augen sind das Wahrheiten, die einen gewissen Spielraum für eigene Assoziationen und Meinungen zulassen. Damit meine ich, ich erzähle etwas und lasse einfach ein paar Details außen vor, dass zwar alles den Tatsachen genau entspricht, aber jemand anderen in eine ganz andere Richtung denken lässt. Voraussetzung ist natürlich, dass man die
      Person, die man in die Irre führen möchte sehr gut kennt. Man muss zum Teil die Denkweise und natürlich auch deren Erfahrungsschatz sehr gut kennen. Sonst funktioniert das nicht.

      Jetzt kommt natürlich die Frage auf: Ist das dann nicht eine Lüge?

      In meinen Augen ist das keine Lüge. Es ist ja auch keine Unwahrheit. Alles was erzählt wurde entspricht der Wahrheit. Das durch weglassen von Details eine Sache vielleicht in einem ganz anderen Licht da steht, weil diese Person zu einem andern Denkschluss kommt ist ja nicht meine Schuld. Wie andere denken kann ich ja nicht wirklich wissen (zumindest
      kann ich noch keine Gedanken lesen).

      Sollte diese Person nun allerdings laut denken, dass ich seinen Gedanken folgen kann, oder gar Fragen stellen, muss ich ihn korrigieren, wenn er sich sonst auf Grund der fehlenden Details irrt. Mache ich das nicht, wird meine Wahrheit zur Lüge - Unwahrheit (Lüge). Aus diesem Grund darf man bei Gericht auch nichts verschweigen. Entweder man schweigt ganz (kommt meist einem Schuldbekenntnis gleich), oder man erzählt alles im Detail.
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Da mir das Thema Wahrheit und Lüge wichtig ist, habe ich es noch einmal hervorgeholt. Leider kann man heute keine langen Beiträge mehr verfassen und ist auf 10.000 Zeichen begrenzt. So muss ich den alten Beitrag von früher in zwei Teile aufteilen. Wie gesagt war das Forum früher besser als heute. Hier kommt jetzt die Fortsetzung des Beitrages:

      Was haben wir bisher gelernt? Zum einen gibt es nicht die Wahrheit für uns, sondern viele Wahrheiten. Wahrheit stammt ja auch von wahrnehmen. Da jeder alles aus einer anderen Sicht sieht, nimmt auch jeder etwas anderes wahr.
      Nehmen wir zum Beispiel einen Würfel. Jemand schaut von schräg vorn oben auf den Würfel und sieht oben eine 3 und vorn eine 1.
      Jemand der Frontal von hinten auf den Würfel schaut sieht nur ein Quadrat mit einer 6.
      Ein Weiterer schaut von links unten schräg hoch. Er sieht unten eine 4 und links eine 5.
      Da ich jetzt alle Informationen habe, weiß ich, dass ich einen Würfel sehe, wo oben die 3,
      unten die 4, links die 5, vorn die 1, hinten die 6 und rechts die 2 sein muss.
      Das gilt aber nur für einen gewissen Standpunkt. Jeder sieht also seine Wahrheit von seinem Standpunkt.
      Die absolute Wahrheit des Würfels können wir von einem Standpunkt allein gar nicht erkennen. Wir müssen uns einmal um den Würfel herum begeben. (Aber selbst dann können wir uns noch nicht wirklich sicher sein.)

      Genauso ist es jetzt mit der absoluten Wahrheit. Nur Gott kann alle Seiten zur gleichen Zeit betrachten. Für uns ist sie nicht greifbar. Das heißt die absolute Wahrheit liegt in Gott. Und Gott ist die Liebe. Also gilt als einzige Wahrheit die Liebe. Und um dieser Wahrheit bzw. Liebe einigermaßen gerecht werden zu können, müssen wir wertfrei, neutral alles von allen Seiten genau betrachten.
      Nur als neutraler Beobachter ohne „Gefühle“ ist wahre Liebe möglich. Damit ist bewiesen, dass wahre Liebe kein Gefühl ist, sondern die Essenz allen Lebens (SEINS).

      Das sind natürlich nur meine Gedanken dazu. Würde mich sehr über Eure Ansichten zu diesem Thema freuen.

      Auf die Bibel werde ich später noch zurückkommen.

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Hallo Jo! :)


      Wir kennen uns zwar noch nicht, aber du hast einen beeindruckenden Text geschrieben. Respekt!

      Gestatte mir vielleicht eine Frage: Warum ist dir das Thema "Wahrheit und Lüge" so wichtig?

      Die Wahrheit (der Begriff leitet sich aus dem Indogermanischen ab) ist seit der Antike ein Kernproblem der Philosophie.

      Du vermengst hier Philosophie und Theologie. In der Welt der Relativität kann (jedenfalls laut Gott in den GmG) das Eine nicht ohne das Andere existieren. Ergo können wir unsere Liebe nicht zum Ausdruck bringen, ohne auch die "Nicht-Liebe" auszudrücken, d. h. zu zeigen.

      gotteshelfer schrieb:

      Also gilt als einzige Wahrheit die Liebe. Und um dieser Wahrheit bzw. Liebe einigermaßen gerecht werden zu können, müssen wir wertfrei, neutral alles von allen Seiten genau betrachten.
      Nur als neutraler Beobachter ohne „Gefühle“ ist wahre Liebe möglich. Damit ist bewiesen, dass wahre Liebe kein Gefühl ist, sondern die Essenz allen Lebens (SEINS).
      Diese Logik erschließt sich mir nicht. ;)
      Das klingt sehr stoisch.Vorsicht! Auch unsere rationalen Entscheidungen - z. B. in Fragen der Gerechtigkeit - beruhen auf Gefühlen. Wir sind nicht als neutrale Beobachter auf der Welt, sondern um unsere Wahrheit zu leben. Jeder Akt ist ein Akt der Liebe (vielleicht in verzerrter Wahrnehmung), aber laut Neales letztem GmG ist es so.

      Ich habe hier noch ein interessantes Gespräch mit Richard David Precht zum Thema "Stoische Philosophie und Künstliche Intelligenz":



      Bis bald!

      Gruß, Thomas
      "Sterne zeigen die Richtung, sie können Dir auch in der Wüste oder auf dem Ozean Orientierung geben. Sie geben Hoffnung und Ankommen wie ein Freund, von dem man nichts weiß, als dass es ihn gibt."

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Hallo Jo! :)

      Lieber Thomas!

      Wir kennen uns zwar noch nicht, aber du hast einen beeindruckenden Text geschrieben. Respekt!

      Danke! Bewusst kennen wir uns (noch) nicht. Im Unterbewussten kennen wir uns vielleicht doch. Ich weiß, dass ich schon viele Leben gelebt habe. Aber direkt (bewusst) kann ich nicht auf diese „Daten“ zugreifen. Vielleicht kennen wir uns aus früheren Leben!?!

      Gestatte mir vielleicht eine Frage: Warum ist dir das Thema "Wahrheit und Lüge" so wichtig?

      Ich gestatte dir so viel Fragen wie du möchtest und es mir möglich ist sie zeitlich auch zu beantworten. Wenn du mir jetzt jeden Tag einen Fragenkatalog von 1000 Fragen stellst, kann ich natürlich nicht jede Frage beantworten.

      Warum sind mir Wahrheit, Lüge und Angst so wichtig? Das Thema Angst ist wichtig, weil wir nur ohne Angst frei sein können. Wahrheit und Lüge beruhen auf „unsere Wertung“. Es gibt also keine Wahrheit und Lüge.

      Selbst eine „bewusste Lüge“ kann einer „höheren Wahrheit“ dienen. Wir nennen so eine Lüge „Notlüge“. Meine Geschichte zeigt doch, dass wir als Kind nicht werten und dadurch wesentlich unbeschwerter und „exakter“ leben.

      In der Welt der Relativität kann (jedenfalls laut Gott in den GmG) das Eine nicht ohne das Andere existieren.

      In der Welt der Dualität gibt es zum Oben ein Unten, Glück ein Unglück (Pech), gesund ein ungesund (krank), Leben und Tod, usw.
      In der „Realität“ des göttlichen Seins gibt es nichts weiter. Dort sind wir alle gleich (strahlende Lichtwesen). In der Dualität können wir lernen, wer wir sind, nämlich göttliche Wesen. Wir wollen mit dem Bösen nichts zu tun haben und „leugnen“ das Böse. In Wirklichkeit gibt es das Böse auch nicht, genauso wie das Gute. Weil alles kommt und ist von und aus Gott.(Gott = Liebe, Wahrheit, Freiheit = Gesamtheit = Universum = Ursprung = Quelle = Licht = Leben = ALL SEIN usw.)
      Es gibt nichts außer Gott. Gott ist alles was ist und was nicht ist und noch wird. Es gibt nichts was Gott nicht ist. Wie sollte Gott sich aber erfahren, wenn er alles ist? So hat er eine Illusion geschaffen, wo es Gott und das Gegenteil (Teufel, Satan, Böse –nicht Gott) von ihm gibt. Wir müssen also verstehen, dass alles Illusion ist. Da wir den freien Willen haben, können wir selbst entscheiden, wer oder was wir sein wollen. Wir können uns Gott dem Licht zuwenden, oder eben von Gott entfernen und ins Dunkel gehen. Allerdings kommen wir nur aus dieser Illusion, wenn wir auch das Dunkle in uns annehmen, statt zu leugnen, denn nur wenn wir ganz sind, sind wir auch vollkommen. Wir müssen akzeptieren dass wir auch die schlechten Eigenschaften in uns tragen, aber diese eben nicht ausleben werden. Oder eben nur bewusst anwenden, wenn jemand anderes diese Erfahrung freiwillig machen möchte.
      Also geht es auch um Bewusstwerdung und bewusstes Handeln.

      Ergo können wir unsere Liebe nicht zum Ausdruck bringen, ohne auch die "Nicht-Liebe" auszudrücken, d. h. zu zeigen.

      Falsch. Wir sollen lernen was Liebe ist und was das Gegenteil ist. Wenn wir gelernt haben was wirklich Liebe ist, können wir uns freiwillig dazu entscheiden auch nur noch diese zum Ausdruck zu bringen. Die „Nicht-Liebe“ musst du nicht zeigen und ausdrücken. Du sollst nur um sie wissen. Wir leben hier in der Dualität um zu lernen, Erfahrungen zu machen aus denen wir dann zu neuen Erkenntnissen kommen.

      Zitat von gotteshelfer: „Also gilt als einzige Wahrheit die Liebe. Und um dieser Wahrheit bzw. Liebe einigermaßen gerecht werden zu können, müssen wir wertfrei, neutral alles von allen Seiten genau betrachten.
      Nur als neutraler Beobachter ohne „Gefühle“ ist wahre Liebe möglich. Damit ist bewiesen, dass wahre Liebe kein Gefühl ist, sondern die Essenz allen Lebens (SEINS).

      Diese Logik erschließt sich mir nicht. ;)

      Liebe ist kein Gefühl sondern Leben (Liebe=Leben) oder einfaches SEIN.

      Gefühle sind Indikatoren. Wenn jemand zum Beispiel „Schmetterlinge im Bauch hat“, so kann dieses ein Zeichen (Indikator) für Liebe (intensives Lebensgefühl) sein.

      Selbstliebe ist nichts weiter als das einfache SEIN, ohne Erwartungen oder Bewertungen. Nur wer sich selbst liebt, der kann auch andere Lieben.

      Also zählt nichts anderes als Leben. Alles was Leben fördert ist Liebe. Wer also so lebt, dass er niemanden schadet, sondern alles tut, damit es allen gut geht, der liebt (bedingungslos). Wer nur so lebt (liebt), weil er sich davon etwas verspricht oder erhofft (Erwartung/Bewertung), der liebt nicht wirklich bedingungslos.(Scheinliebe-Selbsttäuschung)

      Das klingt sehr stoisch.Vorsicht! Auch unsere rationalen Entscheidungen - z. B. in Fragen der Gerechtigkeit - beruhen auf Gefühlen.

      Das man seine Gefühle leugnen soll, habe ich nie behauptet. Die Gefühle (Indikatoren) sind die besten Sensoren die ich kenne. Es gibt keine künstlichen Sensoren, die je an diese Qualität heranreichen. Gerechtigkeitsempfinden, Empathie (Mitfühlen) sind menschliche Fähigkeiten, die nicht so kopiert werden können. (betreffend der KI)

      Wir sind nicht als neutrale Beobachter auf der Welt, sondern um unsere Wahrheit zu leben.

      Richtig, wir sind hier um zu leben. Aber wenn wir in der Lage sind etwas neutral zu hinterfragen, können wir viel Ärger ersparen. Wenn wir uns nur von den Emotionen leiten lassen (gerade Wut und Hass), kann es schnell eskalieren. D.h. je höher das Bewusstsein ist, desto weniger müssen wir uns als neutralen Betrachter aus den Geschehen herausnehmen.

      Jeder Akt ist ein Akt der Liebe (vielleicht in verzerrter Wahrnehmung), aber laut Neales letztem GmG ist es so.

      Das kann man so sehen. Aber es gibt bestimmt angenehmere Möglichkeiten.Man hat die Möglichkeit auch aus den Erfahrungen anderer zu lernen, oder man muss die Erfahrungen selbst „durchleben“. Wir haben es selbst in der Hand. Aber die Schilderungen meiner Großeltern vom Krieg haben mir gereicht, dass ich weiß keinen Krieg durchleben zu müssen. Auch wenn schon viele so weit sind, kommt es trotzdem immer wieder zu Krieg. Und warum? Weil wir uns immer wieder manipulieren lassen und durch aufgeputschten Hass in einen Krieg führen lassen. (Brutkastenlüge – Irakkrieg, Twin Tower – Krieg gegen den Terror usw.)
      Auch das kann man als ein Akt der Liebe auffassen, damit wird endlich aufwachen und uns endlich wieder auf das Leben besinnen. Das ist eben die harte Methode.

      Vielleicht erschließt sich jetzt meine „Logik“ für Dich.

      Hier noch zwei sehr schöne Hörspiele zu unserer Seele

      Die kleine Seele spricht mit Gott“.

      „2. Teil der kleinen Seele"

      In Liebe

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gotteshelfer ()

    • gotteshelfer schrieb:

      Liebe ist kein Gefühl sondern Leben (Liebe=Leben) oder einfaches SEIN.
      ?( Liebe ist alles, was es gibt. Wenn Liebe kein energetisches Gefühl ist - was ist es dann? Für mich die essenzielle Schöpfungsenergie des Universums, also Gott selbst.

      Satchidananda Swarupoham (Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein /Wissen und Glückseligkeit).


      Indem ich "etwas anderes" - namentlich das Reich des Relativen - erschuf, habe ich eine Umgebung bereitet, in der ihr wählen könnt, Gott zu sein, statt dass euch nur einfach gesagt wird, dass ihr Gott seid.

      GmG 1, Seite 97


      Ich liebe das "Gute“ nicht mehr als das "Schlechte“. Hitler ging in den Himmel ein. Wenn ihr das begreift, begreift ihr Gott.

      GmG 1, Seite 103


      Wenn es einen Aspekt der Schöpfung gibt, der dir nicht gefällt, dann segne und ändere ihn einfach. Triff eine neue Wahl. Ruf eine neue Realität herbei. Denk einen neuen Gedanken. Sag ein neues Wort. Tu etwas Neues. Mach es hervorragend, und der Rest der Welt wird dir folgen. Bitte sie darum. Ruf sie an. Sag: "Ich bin das Leben und der Weg, folge mir. So manifestiert sich Gottes Wille, wie im Himmel so auf Erden".

      GmG 1, Seite 145


      Ja, es gibt eine große Wahrheit; es gibt eine endgültige Wirklichkeit. Aberdu wirst ungeachtet dessen immer bekommen, was du wählst – eben weil es die Wirklichkeit ist, dass du ein göttliches Geschöpf bist und auf göttliche Weise deine Realität erschaffst, während du sie erfährst.

      Neale Donald Walsch in „Gespräche mit Gott, Band 3“
      "Sterne zeigen die Richtung, sie können Dir auch in der Wüste oder auf dem Ozean Orientierung geben. Sie geben Hoffnung und Ankommen wie ein Freund, von dem man nichts weiß, als dass es ihn gibt."

      Antoine de Saint-Exupéry
    • Hallo gotteshelfer,

      Lieber Thomas,
      bitte nenne mich Jo, dass finde ich persönlicher.

      Thomas B. hat auf das Thema "Wahrheit - Lüge - Halbwahrheiten" im Forum "Neue Offenbarungen" geantwortet:
      ---------------------------------
      Zitat von gotteshelfer: „Liebe ist kein Gefühl sondern Leben (Liebe=Leben) oder einfaches SEIN.

      ?(
      Liebe ist alles, was es gibt. Wenn Liebe kein energetisches Gefühl ist - was ist es dann?Für mich die essenzielle Schöpfungsenergie des Universums, also Gott selbst.

      Genau das habe ich doch gesagt. Liebe ist Leben oder einfaches SEIN. Und Gott ist einfaches SEIN, Schöpfungsenergie des Universums oder auch die Quelle oder der Ursprung allen SEINS.
      Du kannst zu Gott auch Liebe, Wahrheit, Freiheit, Quelle, Ursprung, Sein, Heilige Geist, Manitu, Allah, Jahwe, das höhere Selbst, Herr, Sonne usw. sagen, weil Gott all dieses verkörpert.
      Du schreibst es doch selbst. Liebe ist alles, was es gibt.Genauso ist Gott alles, was es gibt.
      Wenn Liebe kein energetisches Gefühl ist – was dann?
      Es ist mehr als ein Gefühl, eher eine Gefühlsexplosion, aber im Positiven. Man kann es nicht beschreiben. Wenn du meine Beiträge zu meinen außerkörperlichen Erfahrungen gelesen hättest, dann wüsstest du, dass man das „Gefühl“ des EINSSEIN mit ALLEM nicht mit unseren Worten beschreiben kann. Wir sind Gefangene in einem menschlichen Körper mit sehr eingeschränkter Wahrnehmung. Das was wir sehen, hören und riechen ist nur ein Bruchteil vom GANZEN. Wer sich ohne Körper in der „Astral Welt“ bewegt, sieht Farben, die er noch nie zuvor gesehen hat, hört Töne und Klänge die nicht in unserer Welt zu hören sind, und riecht und schmeckt Dinge aus anderen Welten. Wie soll man diese Dinge beschreiben, wenn es sie hier nicht gibt. Du musst es einfach selbst erfahren. Interessant war aber auch die Erfahrung, dass ich dieses „Gefühl“ des EINSSEIN im Körper erfahren durfte. Das muss der Zustand gewesen sein, indem Jesus seine Wundertaten vollbracht hat. Leider weiß ich nicht, wie man sich in diesen Bewusstseinszustand versetzt.

      Satchidananda Swarupoham (Meine wahre Natur ist Sein, Bewusstsein /Wissen und Glückseligkeit).
      Hierbei muss es sich genau um diesen besagten Bewusstseinszustand handeln.

      Indem ich "etwas anderes" - namentlich das Reich des Relativen - erschuf, habe ich eine Umgebung bereitet, in der ihr wählen könnt, Gott zu sein, statt dass euch nur einfach gesagt wird, dass ihr Gott seid.
      GmG 1, Seite 97
      namentlich das Reich des Relativen
      = Dualität
      Die Wahl zwischen Gott und nicht Gott. In der Realität bist du Gott in der Einheit. „Die kleine Seele spricht mit Gott“ veranschaulicht es sehr gut. Um aber zu Erfahren wer oder was Gott wirklich ist, wurde die Dualität erschaffen. Es ist eine Illusion, in der wir uns als Gott erkennen sollen. Über Erfahrungen gelangen wir zu Erkenntnissen, die uns zu Gott führen.

      Ich liebe das "Gute“ nicht mehr als das "Schlechte“. Hitler ging in den Himmel ein. Wenn ihr das begreift, begreift ihr Gott.
      GmG 1, Seite 103
      Es geht also nicht um Gut oder Böse, sondern darum zu erkennen, wer du wirklich bist. Und ohne dem Bösen wäre das gar nicht möglich. Also müssen wir auch das Böse annehmen und Dankbar sein, dass es uns die Augen geöffnet hat. Durch die Annahme kann dann ein innerer Frieden geschlossen werden, und das Böse löst sich auf. (siehe „Der Sieg über den Teufel“)

      Wenn es einen Aspekt der Schöpfung gibt, der dir nicht gefällt, dann segne und ändere ihn einfach. Triff eine neue Wahl. Ruf eine neue Realität herbei. Denk einen neuen Gedanken. Sag ein neues Wort. Tu etwas Neues. Mach es hervorragend, und der Rest der Welt wird dir folgen. Bitte sie darum. Ruf sie an. Sag: "Ich bin das Leben und der Weg, folge mir. So manifestiert sich Gottes Wille, wie im Himmel so auf Erden".
      GmG 1, Seite 145
      Hier wird uns ganz klar gesagt, dass wir die Schöpfer unserer Realität sind. Und nur Gott ist Schöpfer, denn wir sind ein Teil von ihm. Wie im Himmel so auf Erden.

      Ja, es gibt eine große Wahrheit; es gibt eine endgültige Wirklichkeit. Aber du wirst ungeachtet dessen immer bekommen, was du wählst – eben weil es die Wirklichkeit ist, dass du ein göttliches Geschöpf bist und auf göttliche Weise deine Realität erschaffst, während du sie erfährst.

      Wir sind göttliche Geschöpfe, Kinder Gottes und haben alle die Fähigkeit uns als Gott in und durch den Menschen zu erfahren. Im Lichte der Einheit gibt es nur das SEIN. Dort kann man sich nicht erfahren. Wenn man verstanden hat, dass man eine unsterbliche Seele ist, braucht man sich nicht mehr vor dem Tod fürchten. Wir legen nur den Körper ab und können dann wiederneu inkarnieren.

      Nele Donald Walsch in „Gespräche mit Gott, Band 3“

      In Liebe

      Jo
      X( Wenn du glaubst es geht Nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her ;)
    • Jo, ich kann deinen Erkenntnissen weitgehend zustimmen, aber du musst uns hier keine langen "Erweckungspredigten" halten - die möchte niemand gerne lesen oder hören. Das hatte Gott ja mit Neale auch nicht gemacht. Da gibt es evangelikale Sekten oder Kirchen(? :D ), wo das vielleicht angebrachter erscheint. Die göttlichen Offenbarungen und Worte, die Neale quasi eingegeben wurden, sprechen für sich und müssen auch nicht weiter ergänzt oder erläutert werden. Jeder erhält göttliche Eingebungen, gegebenenfalls auch von HEW's (Hochentwickelten Wesen). Die Kunst besteht darin, auf diese zu hören.

      Ich denke, es muss auch niemand ein Nahtoderlebnis haben, um Gott nahe zu sein. ich bin vedischer Krebs-Aszendent, und deren spirituelles Lebensziel besteht darin, das Unbewusste - vorzugsweise durch das Hören von Musik - mit Gott zu verbinden. Ich denke, ich bin diesbezüglich ganz gut unterwegs.

      Du hoffentlich auch. Mach's gut! ;)

      Gruß,

      Thomas
      "Sterne zeigen die Richtung, sie können Dir auch in der Wüste oder auf dem Ozean Orientierung geben. Sie geben Hoffnung und Ankommen wie ein Freund, von dem man nichts weiß, als dass es ihn gibt."

      Antoine de Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thomas B. ()

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