"Was helfte es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne" - meditative Gedanken zu den Feiertagen

    • "Was helfte es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne" - meditative Gedanken zu den Feiertagen

      “Was helfte es dem Menschen, wenn er die ganze Welt
      gewänne und nähme doch Schaden an seiner Seele?”

      (Matthäus 16, 26 a)

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      Zu den Feiertagen ein Text, der sich auch auf diese
      überlieferte Bibelstelle bezieht.

      Spirituelle Meister über den Tod und Sterben

      Meditative Gedanken zum Innehalten - nicht nur zu den Feiertagen

      Der Tod ist ein Thema, das viele Menschen in nicht geringem Maße verdrängen.
      Ein Thema, das angstbesetzt ist – was sich sehr oft nicht eingestanden wird.
      Im folgenden – als Anregung und zur Auseinandersetzung – einige Aussagen verschiedener spiritueller Meister.

      Paramahansa Yogananda, einer der bekanntesten Meister der Neuzeit, sagte: “Da ist so viel mehr an Leben, als wie der gewöhnliche Mensch wahrnimmt und fühlt.
      Das Leben und der Tod besitzen keine weiteren Geheimnisse für mich. Ich weiß, dass ich und alle Seelen auf-immer-lebende Manifestationen des einen Lebens – Gott – sind.”
      - Und fuhr fort: “Der physische Körper und seine Annehmlichkeiten und Genüsse dauert nicht fort, aber die Seele und ihre Freude dauert ewig fort.”
      Er vermittelte ebenfalls: “Jemand, der hoch entwickelt ist und alle Bewusstseins-Grade gemeistert hat, kann in alle Bereiche der Astralen Welt sehen, hohe und niedere; und er kann den Seelen in jenen Bereichen spirituell helfen, einiges von ihrem Karma aufzulösen. Jene andere Welt ist genau so real für mich, wie diese.”

      Ein Fragesteller im Umfeld des hinduistischen Meisters Sri Sri Ravi Shankar sprach an: “Was geschieht, wenn jemand wie du plötzlich stirbt, und wir nicht darauf vorbereitet sind, dass er uns verlässt? Es gibt noch so viel zu sagen, und man möchte ihn noch fühlen, wenn er gegangen ist. Du hast gesagt, sie seien immer da. Wie sollen wir damit umgehen?”
      Sri Sri Ravi Shankar's Antwort: “Diejenigen, die gegangen sind, werden verstehen, dass diese Welt nur ein Spiel ist, dass in Wirklichkeit nichts existiert, dass alles nur eine Welle ist. Es besteht keine Notwendigkeit, ihnen etwas zu sagen oder zu erklären. Sie werden es auch so verstehen.
      Wenn wir einen Körper haben, verstehen wir einander durch Worte, wenn wir den Körper eines Tages jedoch verlassen haben, wird die Kommunikation auf der Gefühlsebene stattfinden. Mach‘ dir also keine Sorgen, sei glücklich. Diejenigen, die gegangen sind, sind gegangen, und wir sind jetzt hier.”

      Hazrat Inayat Khan, Begründer des Internationalen Sufi-Orden, lehrte über Tod und Sterben: “Sterben ist nichts anderes als das Umwenden einer Seite im Buch des Lebens. In den Augen der anderen ist es der Tod; für die aber, die sterben, ist es das Leben.”
      Eine zentrale Maxime der Sufis lautet: “Stirb, bevor du stirbst.”
      Was ist die Lehre darin?
      Viele spirituelle Lehrer bringen heute den Gedanken in die Welt: Wir sind spirituelle Wesen – bzw. Seelen – die Erfahrungen als Mensch machen.
      Als Menschen entwickeln wir ein "Sich-getrennt-glaubendes-Ich" – gemeinhin Ego genannt. Mit vielfältigen aus dem Getrenntheits-Glauben resultierenden Vorstellungen. Und vielfältigen "ich'haften Lebensstrategien".
      Doch um die Wahrheit von »Wir sind spirituelle Wesen, die Erfahrungen als Mensch machen« zu erfahren, müssen wir über all diese "fixen Vorstellungen und Ego-Strategien" hinauswachsen – uns wieder mit unserem göttlichen Kern verbinden. Uns hingeben.
      Dies empfindet das "kleine ego-zentrische Ich" – das so gern die Oberhand behalten will – wie STERBEN.

      Abschließend eine überlieferte Aussage von Jesus dem Christus, dem Meister der Liebe: “Was helfte es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne und nähme doch Schaden an seiner Seele?” (Matthäus 16, 26 a).
      Nun wissen wir, insbesondere durch die Arbeiten von Neil Douglas-Klotz und Rocco A. Errico, dass viele der biblischen Texte auch noch ganz anders übersetzt werden können.
      Die Seele - das heißt, die göttliche (gottebenbildliche) Seele, der göttliche Kern - kann gewiß niemals Schaden nehmen. Die EntwicklungsSeele - der Teil der Seele, der sich auf eine "Erfahrungs-Reise des Menschseins" macht - kann allerdings schon in vielfältigste Verstrickungen geraten.
      Was lehrt uns also diese Aussage Jesu? Sie führt uns zum Anhalten und Innehalten.
      Was haben wir davon, wenn wir uns alle Wünsche unseres "kleinen, ich-befangenen Ego's" erfüllten, vielleicht sogar zu den reichsten und einflußreichsten Menschen würden - doch dabei die Verbindung zu unserer Seele, unserem göttlichen Kern verlören? Unsere Verbindung zu Gott - dem Größeren, dem wir angehören?

      Die Jesus-Aussage zielt in die gleiche Richtung wie die Sufi-Maxime.
      Ist es unser Verlangen, zu unserem "Wahren Selbst in Gott" zu finden, darf unser vorrangiges Bestreben nicht mehr auf die Dinge der Welt ausgerichtet sein. Sondern darauf, aus dem Herzen heraus zu leben, aus der Liebe heraus, aus unserer Mitte heraus.
      Das ist nicht weltverneinend zu verstehen, meint nicht Verzicht, was die eigenen Wünsche angeht. Es beschreibt einen Weg von einem Leben nach "ichhaft-fiebrigen Wünschen" - zu einem Leben, das unserem inneren Wesen entspricht; und in dem wir unsere wahren Wünsche verwirklichen.
      Wir sehen, dass die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben auch zu einer tieferen Auseinandersetzung mit dem Leben führt.


      - Neue Impulse / EMuW-Kulturarbeit -

      Euch allen freude*volle Ostertage,
      Folker
      Es gibt verschiedene Weisen des spirituellen Schauens
      und Denkens.

      Suchen wir das Gemeinsame - doch akzeptieren
      wir auch unsere Unterschiedlichkeit.

      In Gott sind wir alle eins.

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