~ 2. Kapitel ~ Inhalt der Gita zusammengefaßt

    • ~ 2. Kapitel ~ Inhalt der Gita zusammengefaßt

      Vers1
      Sañjaya sagte: Als Madhusudana, Krishna, Arjuna voller Mitleid und sehr betrübt sah, mit Tränen in den Augen, sprach Er die folgenden Worte.

      Vers2
      Die Höchste Person [Bhagavan] sprach: Mein lieber Arjuna, wie konnten diese Unreinheiten über dich kommen? Sie ziemen sich in keiner Weise für einen Mann, der die höheren Werte des Lebens kennt. Sie führen nicht zu höheren Planeten, sondern zu Schande.

      Vers3
      O Sohn Prthas, gib dieser entwürdigenden Schwachheit nicht nach. Es ist dir nicht angemessen. Gib diese kleinliche Schwäche des Herzens auf und erhebe dich o Bezwinger des Feindes.

      Vers4
      Arjuna sagte: O Vernichter des Madhu [Krishna], wie kann ich mit Pfeilen in der Schlacht Männer wie Bhisma und Drona bekämpfen, die meiner Verehrung würdig sind?

      Vers5
      Es ist besser, in dieser Welt durch Betteln zu leben als auf Kosten der Leben großer Seelen, die meine Lehrer sind. Obwohl sie von Habsucht getrieben werden, sind sie dennoch Höher gestellte. Wenn sie getötet werden, wird unser Gewinn mit Blut befleckt sein.

      Vers6
      Auch wissen wir nicht, was besser ist - die Söhne Dhrtarastras zu besiegen oder von ihnen besiegt zu werden. Wenn wir sie töteten, wäre es besser, nicht mehr zu leben. Nun stehen sie vor uns auf dem Schlachtfeld.

      Vers7
      Ich weiß nicht mehr, was meine Pflicht ist, und ich habe aus Schwäche meine Fassung verloren. In diesem Zustand bitte ich Dich, mir klar zusagen, was das beste für mich ist. Jetzt bin ich Dein Schüler und eine Dir ergebene Seele. Bitte unterweise mich.

      Vers8
      Ich kann kein Mittel finden, dieses Leid zu vertreiben, das meine Sinne austrocknet. Ich wäre nicht einmal fähig, davon frei zu werden, wenn ich ein unangefochtenes Königreich auf der Erde mit einer Oberherrschaft wie die der Halbgötter im Himmel gewänne.

      Vers9
      Sañjaya sagte: Nachdem Arjuna, der Bezwinger der Feinde, so gesprochen hatte, sagte er zu Krishna: "Govinda, ich werde nicht kämpfen!" und verstummte.

      Vers10
      O Nachfahre Bharatas [Dhrtarastra], da sprach Krishna in der Mitte zwischen den beiden Heeren zu dem kummervollen Arjuna lächelnd die folgenden Worte.

      Vers11
      Der Höchste Herr sprach: Während du gelehrte Worte sprichst, betrauerst du, was des Kummers nicht wert ist. Die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten.

      Vers12
      Niemals gab es eine Zeit, als Ich oder du oder all diese Könige nicht existierten, noch wird in der Zukunft einer von uns aufhören zu sein.

      Vers13
      So wie die verkörperte Seele in diesem Körper fortgesetzt von Knabenzeit zu Jugend und zu Alter wandert, so geht die Seele beim Tod in ähnlicher Weise in einen anderen Körper ein. Die selbstverwirklichte Seele ist durch einen solchen Wechsel nicht verwirrt.

      Vers14
      O Sohn Kuntis, das unbeständige Erscheinen von Glück und Leid und ihr Verschwinden im Laufe der Zeit gleichen dem Kommen und Gehen von Sommer und Winter. Sie entstehen durch Sinneswahrnehmung, o Nachkomme Bharatas, und man muß lernen, sie zu dulden, ohne gestört zu sein.

      Vers15
      O Bester unter den Menschen [Arjuna], wer sich durch Glück und Leid nicht stören läßt, sondern in beiden geduldig ist, eignet sich gewiss dazu, Befreiung zu erlangen.

      Vers16
      Die Weisen, die die Wahrheit sehen, haben erkannt, daß das Inexistente ohne Dauer und das Existente ohne Ende ist. Zu diesem Schluss sind die Weisen gekommen, nachdem sie das Wesen von beiden studiert hatten.

      Vers17
      Wisse, das was den gesamten Körper durchdringt, ist unzerstörbar. Niemand ist imstande, die unvergängliche Seele zu zerstören.

      Vers18
      Nur der materielle Körper des unzerstörbaren, unmessbaren und ewigen Lebewesens unterliegt der Zerstörung. Deshalb kämpfe, o Nachkomme Bharatas.

      Vers19
      Wer glaubt, das Lebewesen töte oder werde getötet, befindet sich in Unwissenheit. Wer in Wissen gründet, weiß, dass das Lebewesen weder tötet noch getötet wird.

      Vers20
      Für die Seele gibt es weder Geburt noch Tod. Auch hört sie, da sie einmal war, niemals auf zu sein. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend, unsterblich und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper erschlagen wird.

      Vers21
      O Partha, wie kann ein Mensch, der weiß, dass die Seele unzerstörbar,u ngeboren, ewig und unveränderlich ist, jemand töten oder einen anderen veranlassen zu töten?

      Vers22
      Wie ein Mensch alte Kleider ablegt und neue anlegt, so gibt die Seele alt und unbrauchbar gewordene Körper auf und nimmt neue an.

      Vers23
      Die Seele kann weder von Waffen in Stücke geschnitten, noch kann sie von Feuer verbrannt, von Wasser benetzt oder vom Wind verdorrt werden.

      Vers24
      Diese individuelle Seele ist unzerbrechlich und unauflöslich und kann weder verbrannt noch ausgetrocknet werden. Sie ist immerwährend, alldurchdringend, unwandelbar, unbeweglich und ewig dieselbe.

      Vers25
      Es heißt, daß die Seele unsichtbar, unbegreiflich, unveränderlich und unwandelbar ist. Da du dies weißt, solltest du um den Körper nicht trauern.

      Vers26
      Wenn du jedoch glaubst, die Seele werde ständig aufs neue geboren und sterbe immer wieder, gibt es für dich dennoch keinen Grund zu klagen, o Starkarmiger.

      Vers27
      Einem, der geboren wurde, ist der Tod sicher, und einem, der gestorben ist, ist die Geburt gewiß. Deshalb solltest du bei der unvermeidlichen Erfüllung deiner Pflicht nicht klagen.

      Vers28
      Alle erschaffenen Wesen sind am Anfang unmanifestiert, in ihrem Zwischenzustand manifestiert und wieder unmanifestiert, wenn sie vernichtet sind. Warum soll man also klagen?

      Vers29
      Einige betrachten die Seele als wunderbar; einige beschreiben sie als wunderbar, und einige hören, sie sei wunderbar, wohingegen andere, selbst nachdem sie von ihr gehört haben, sie überhaupt nicht verstehen können.

      Vers30
      O Nachkomme Bharatas, die Seele, die im Körper wohnt, ist ewig und kann niemals getötet werden. Daher brauchst du um kein Geschöpf zu trauern.

      Vers31
      Im Hinblick auf deine besondere Pflicht als ksatriya [Krieger] solltest du wissen, daß es für dich keine bessere Beschäftigung gibt, als auf der Grundlage religiöser Prinzipien zu kämpfen. Daher ist es nicht notwendig zu zögern.

      Vers32
      O Partha, glücklich sind die ksatriyas, denen sich unverhofft solche Gelegenheiten zum Kampf bieten, da sie ihnen die Tore der himmlischen Planeten öffnen.

      Vers33
      Wenn du jedoch in diesem religiösen Krieg nicht kämpfst, wirst du gewiß Sünden auf dich laden, weil du deine Pflichten vernachlässigst, und so deinen Ruf als Kämpfer verlieren.

      Vers34
      Für alle Zeiten wird man von deiner Schmach sprechen, und für jemand, der einmal geehrt wurde, ist Schande schlimmer als der Tod.

      Vers35
      Die großen Generäle, die deinen Namen und Ruhm hoch ehrten, werden denken, du habest das Schlachtfeld nur aus Furcht verlassen, und so werden sie dich für einen Feigling halten.

      Vers36
      Deine Feinde werden schlecht über dich reden und deine Fähigkeit verspotten. Was könnte schmerzlicher für dich sein?

      Vers37
      O Sohn Kuntis, entweder wirst du auf dem Schlachtfeld getötet werden und die himmlischen Planeten erreichen, oder du wirst siegen und so das irdische Königreich genießen. Erhebe dich daher, und kämpfe mit Entschlossenheit.

      Vers38
      Kämpfe um des Kampfes willen, ohne Glück oder Leid, Verlust oder Gewinn, Sieg oder Niederlage zu beachten. Wenn du so handelst, wirst du niemals Sünde auf dich laden.

      Vers39
      Bisher habe Ich dir das analytische Wissen der Sankhya-Philosophie erklärt. Höre jetzt von dem Wissen um jenen Yoga, durch den man ohne fruchttragendes Ergebnis arbeitet. O Sohn Prathas, wenn du mit solcher Intelligenz handelst, kannst du dich von der Fessel der Werke befreien.

      Vers40
      Bei diesem Bemühen gibt es weder Verlust noch Minderung, und schon ein wenig Fortschritt auf diesem Pfad kann einen vor der größten Gefahr bewahren.

      Vers41
      Diejenigen, die diesen Pfad beschreiten, sind entschlossen in ihrem Vorhaben, und ihr Ziel ist eins. O geliebtes Kind der Kurus, die Intelligenz der Unentschlossenen jedoch ist vielverzweigt.

      Vers42-43
      Menschen mit geringem Wissen hängen sehr an den blumenreichen Worten der Vedas, die ihnen verschiedene fruchtbringende Tätigkeiten zur Erhebung zu himmlischen Planeten empfehlen, wo eine gute Geburt, Macht und sofort auf sie warten. Da sie nach Sinnenbefriedigung und einem Leben in Hülle und Fülle begehren, sagen sie, es gebe nichts, was darüber hinausgehe.

      Vers44
      Im Geist derer, die zu sehr an Sinnengenuss und materiellem Reichtum haften und von solchen Dingen verwirrt sind, kommt es nicht zu dem festen Entschluss, dem Höchsten Herrn in Hingabe zu dienen.

      Vers45
      Die Veden handeln hauptsächlich von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur. Erhebe dich über diese Erscheinungsweisen, o Arjuna; Sei transzendental zu ihnen allen. Sei frei von allen Dualitäten und aller Sorge um Gewinn und Sicherheit, und sei im Selbst verankert.

      Vers46
      Alle Zwecke, die ein kleiner Teich nach und nach erfüllt, können große Gewässer sofort erfüllen. In ähnlicher Weise kann alle Früchte der Veden erreichen, wer das Ziel der Veden kennt.

      Vers47
      Du hast das Recht, deine vorgeschriebene Pflicht zu erfüllen, aber du hast keinen Anspruch auf die Früchte des Handelns. Halte dich niemals für die Ursache der Ergebnisse deiner Tätigkeiten, und hafte niemals daran, deine Pflicht nicht zu erfüllen.

      Vers48
      Sei fest im Yoga verankert, o Arjuna. Erfülle deine Pflicht, und gib alle Anhaftung an Erfolg oder Mißerfolg auf. Solche Ausgeglichenheit des Geistes wird Yoga genannt.

      Vers49
      O Dhanañjaya, befreie dich von allen fruchtbringenden Tätigkeiten durch hingebungsvollen Dienst, und ergib dich völlig in dieses Bewusstsein. Diejenigen, die die Früchte ihrer Arbeit genießen wollen, sind Geizhälse.

      Vers50
      Jemand, der im hingebungsvollen Dienst tätig ist, befreit sich schon in diesem Leben sowohl von guten als auch von schlechten Reaktionen. Deshalb strebe nach Yoga, o Arjuna, der Kunst aller Arbeit.

      Vers51
      Die Weisen, die im hingebungsvollen Dienst tätig sind, suchen Zuflucht beim Herrn und befreien sich aus dem Kreislauf von Geburt und Tod, indem sie den Früchten des Handelns in der materiellen Welt entsagen. Auf diese Weise können sie jenen Ort erreichen, der jenseits aller Leiden liegt.

      Vers52
      Wenn deine Intelligenz aus dem dichten Wald der Täuschung herausgetreten ist, wirst du gleichgültig werden gegenüber allem, was gehört worden und was noch zu hören ist.

      Vers53
      Wenn dein Geist nicht länger von der blumigen Sprache der Veden verwirrt ist und fest in der Trance der Selbstverwirklichung verankert bleibt, dann wirst du das göttliche Bewusstsein erreicht haben.

      Vers54
      Arjuna sprach: O Kesava, welche Merkmale weist jemand auf, dessen Bewusstsein in die Transzendenz eingegangen ist? Wie und worüber spricht er? Wie sitzt er und wie geht er?

      Vers55
      Der Höchste Herr sprach: O Partha, wenn ein Mensch alle Arten von Sinnesbegierden aufgibt, die gedanklicher Überlegung entspringen, und wenn sein Geist im Selbst allein Befriedigung findet, dann sagt man von ihm, er sei in reinem transzendentalem Bewusstsein verankert.

      Vers56
      Wer trotz der dreifachen Leiden nicht verwirrt ist, nicht von Freude überwältigt wird, wenn er Glück erfährt, und frei von Anhaftung, Angst und Zorn ist, wird ein Weiser mit stetigem Geist genannt.

      Vers57
      Wer frei von Anhaftung ist und nicht frohlockt, wenn ihm Gutes widerfährt, noch jammert, wenn ihm Übles geschieht, ist fest in vollkommenem Wissen verankert.

      Vers58
      Wer imstande ist, seine Sinne von den Sinnesobjekten zurückzuziehen, so wie die Schildkröte ihre Glieder in den Panzer einzieht, gründet in wirklichem Wissen.


      Vers59
      Die verkörperte Seele mag zwar von Sinnenfreuden zurückgehalten werden, doch der Geschmack für Sinnesobjekte bleibt; wenn sie jedoch solche Neigungen aufgibt, da sie einen höheren Geschmack erfährt, ist sie im Bewusstsein gefestigt.

      Vers60
      Die Sinne sind so stark und ungestüm, o Arjuna, daß sie sogar den Geist eines Mannes gewaltsam fortreißen, der Unterscheidungsvermögen besitzt und bemüht ist, sie zu beherrschen.

      Vers61
      Wer seine Sinne zurückhält und sein Bewusstsein fest auf Mich richtet, ist bekannt als ein Mensch von stetiger Intelligenz.

      Vers62
      Beim Betrachten der Sinnesobjekte entwickelt der Mensch Anhaftung an sie; aus solcher Anhaftung entwickelt sich Lust, und aus Lust geht Zorn hervor.

      Vers63
      Aus Zorn entsteht Täuschung, und der Täuschung folgt die Verwirrung der Erinnerung. Wenn die Erinnerung verwirrt ist, geht die Intelligenz verloren, und wenn die Intelligenz verloren ist, fällt man wieder in den materiellen Sumpf zurück.

      Vers64
      Wer seine Sinne meistern kann, indem er den regulierenden Prinzipien der Freiheit folgt, kann die volle Barmherzigkeit des Herrn erlangen und so von aller Anhaftung und Abneigung frei werden.

      Vers65
      Für jemand, der so im göttlichen Bewusstsein gründet, existieren die dreifachen Leiden des materiellen Daseins nicht länger, und in einem solch glücklichen Zustand wird seine Intelligenz sehr bald stetig.

      Vers66
      Wer nicht imtranszendentalen Bewußtsein gründet, kann weder einen beherrschten Geist noch stetige Intelligenz besitzen, ohne die keine Möglichkeit zum Frieden besteht. Und wie kann es Glück ohne Frieden geben?

      Vers67
      Gleich einem Boot auf dem Wasser, das von einem Sturm hinweggerissen wird, kann die Intelligenz des Menschen schon von einem der Sinne davongetragen werden, auf den der Geist sich richtet.

      Vers68
      Daher, o Starkarmiger, verfügt jemand, dessen Sinne von ihren Objekte zurückgezogen sind, über stetige Intelligenz.

      Vers69
      Was Nacht ist für alle Wesen, ist die Zeit des Erwachens für den Selbstbeherrschten, und die Zeit des Erwachens für alle Wesen ist Nacht für den nach innen gekehrten Weisen.

      Vers70
      Nur wer durch die unaufhörliche Flut von Wünschen nicht gestört ist - die wie Flüsse in den Ozean münden, der ständig gefüllt wird, doch immer ruhig bleibt -, kann Frieden erlangen, und nicht derjenige, der danach trachtet, solche Wünsche zu befriedigen.

      Vers71
      Jemand, der alle Wünsche nach Sinnenbefriedigung aufgegeben hat, der frei von Wünschen ist, allen Anspruch auf Besitz aufgegeben hat und frei von falschem Ego ist - er allein kann wirklichen Frieden erlangen.

      Vers72
      Das ist der Weg des spirituellen und gottgefälligen Lebens. Nachdem man es erreicht hat, ist man nicht mehr verwirrt. Ist man selbst zur Stunde des Todes in diesem Bewusstsein verankert, kann man in das Königreich Gottes eintreten.
      ~~ <3 ~~
    • aori schrieb:



      Vers22
      Wie einMensch alte Kleider ablegt und neue anlegt, so gibt die Seele alt undunbrauchbar gewordene Körper auf und nimmt neue an.

      Vers23
      Die Seelekann weder von Waffen in Stücke geschnitten, noch kann sie von Feuerverbrannt, von Wasser benetzt oder vom Wind verdorrt werden.

      Vers24
      Dieseindividuelle Seele ist unzerbrechlich und unauflöslich und kannweder verbrannt noch ausgetrocknet werden. Sie ist immerwährend,alldurchdringend, unwandelbar, unbeweglich und ewig dieselbe.

      Vers25
      Es heißt,daß die Seele unsichtbar, unbegreiflich, unveränderlich undunwandelbar ist. Da du dies weißt, solltest du um den Körper nichttrauern.
      Das sind wichtige Daseins-Wahrheiten, die die GmG ja
      mit anderen Worten auch vermitteln.

      Und die sich heute in nicht wenigen Texten/Büchern auch
      nicht finden lassen.

      Ich denke, wenn Krishna zu heute lebenden Menschen sprechen
      würde, würde er eher sagen :
      Ich verstehe eure menschlichen Gefühle, von Traurigsein,
      Aufgewühlt- und Betroffenfühlen - über den Tod von euch
      nahen Menschen.

      Doch im Grunde sind es ja eure Gefühle, weil ihr diese euch
      lieben Menschen in diesem eurem Leben nicht mehr treffen
      könnt, nicht mehr sehen könnt.

      Doch weint nicht um sie, und ihr braucht auch nicht so tief
      traurig zu sein,

      vertraut - denn diese Seelen sind im Überweltlichen nicht "tot" -

      im Überweltlichen gibt es keinen Tod, und ihr könnt darauf
      vertrauen, dass ihr sie wiederseht. -- -- -- --

      So, oder in ähnlicher Weise würde er sich, da bin ich mir sicher, heute ausdrücken; würde Jesus es ausdrücken - um über diese Themen zu heutigen Menschen zu sprechen.

      Ich denke, die Essenz ist/bleibt immer gleich - nur die Art und Weise, wie die Dinge gesagt werden, verändert sich. Kann unterschiedlich sein.

      Je nach Mensch(en), je nach Situation, nach Zeit.
      lg.
      Folker :)
      Es gibt verschiedene Weisen des spirituellen Schauens
      und Denkens.

      Suchen wir das Gemeinsame - doch akzeptieren
      wir auch unsere Unterschiedlichkeit.

      In Gott sind wir alle eins.
    • aori schrieb:



      Vers25
      ... Da du dies weißt, solltest du um den Körper nichttrauern.
      Was ich eben geschrieben habe, beschäftigt mich noch.

      Ich musste an einen lieben Freund denken, der etwa achtzig
      schon ist .. den ich länger nicht gesehen habe.
      Er war im Krankenhaus - in nur 2, 3 Monaten hat er drei Tode
      erlebt - von seiner Ex-Frau, seiner Schwester .. und seinem
      Sohn, der krank war ...
      ich war gerade unschlüssig, ob ich das hier schreiben sollte ..
      doch es bleibt sein persönlicher Raum ja gewahrt, ich nenne
      ja keinen Namen, niemand kennt ihn hier .. .. ..
      Es war etwas viel für ihn .. vielleicht muss er jetzt am Herzen
      operiert werden.
      Zu ihm - er glaubt, hofft, wohl, dass der Tod nicht "das Ende"
      ist .. doch ist sich sicher ebenso auch unsicher .. ..
      Ich musste an meine liebe Mutter denken, den Tod meines
      Vaters, als ich 21 war .. ..
      Der Tod - ist für ganz viele Menschen noch ein .. Thema, das unsicher macht .. Angst auch. Wenn sie nicht gleich verdrängt wird.

      An alles das musste ich eben denken, im Zusammenhang mit dem, was ich geschrieben hab.

      Über diese Dinge, diese Themen sprechen -- unterschiedlich,

      je nach dem Menschen .. ob der Tod g e r a d e erst geschehen ist .. oder, wie bei dem Freund, gleich drei Tode ... ob schon etwas Zeit vergangen ist. Die für uns Menschen wichtig ist.
      Oder schon einige Jahre.

      Wie über den Tod gesprochen wird, braucht S i c h - E i n f ü h l e n ❤️ in einem theoretischen Artikel kann man das ganz anders - als bei konkreten Menschen. Die vielleicht völlig erschüttert sind. Und voller Schmerz.
      Ich habe bei diesem Beitrag nicht nachgedacht .. mehr aus dem Gefühl heraus einfach geschrieben, wie meine Gedanken kamen.
      Es gibt verschiedene Weisen des spirituellen Schauens
      und Denkens.

      Suchen wir das Gemeinsame - doch akzeptieren
      wir auch unsere Unterschiedlichkeit.

      In Gott sind wir alle eins.
    • aori schrieb:



      Vers30
      O Nachkomme Bharatas, die Seele, die im Körper wohnt, ist ewig und kann niemals getötet werden. Daher brauchst du um kein Geschöpf zu trauern.
      Abschließend denke ich,

      dass diese zeitlosen Gita-Wahrheiten wichtig sind,

      auch heute in unserer Zeit Menschen zu erreichen
      und zu berühren.

      lg. ❤️
      Folker
      Es gibt verschiedene Weisen des spirituellen Schauens
      und Denkens.

      Suchen wir das Gemeinsame - doch akzeptieren
      wir auch unsere Unterschiedlichkeit.

      In Gott sind wir alle eins.
    • Folker'D schrieb:

      aori schrieb:

      Vers25
      ... Da du dies weißt, solltest du um den Körper nicht trauern.
      Was ich eben geschrieben habe, beschäftigt mich noch.

      Ich habe bei diesem Beitrag nicht nachgedacht .. mehr aus dem Gefühl heraus einfach geschrieben, wie meine Gedanken kamen.
      Vielen Dank für das fließen lassen ~ <3 ~
      und dem geschehen lassen ~ <3 ~
      lieber Folker!

      Ich spürte diesen Vers schon sehr früh im Leben, da bei mir vieles vergänglich war und die Haltbarkeit von Beziehungen zu Mitmenschen recht kurz war, da wir sehr oft Wohnungswechsel Städte übergreifend hatten.
      Das war jedes mal wie sterben. Dazu kamen dann mit 18 Jahren diese immer wiederkehrenden Depressionen. Jedes mal ein kleiner Tod und nach abklingen eine Wiedergeburt. Jedes mal schöner und schöner. Tja, nach der dunkelsten Nacht kommt eben der hellste Tag. Vielleicht der Lohn des Überleben der Depression. Also immer durchhalten! Es kommen auch wieder bessere Zeiten.
      Ich habe das alles zu Beginn allein erlebt/ durchgemacht, warum ich mir auch das Leben nehmen wollte, was ja offensichtlich nicht klappte :)
      Nun sind in den vergangenen Jahren alle männlichen Aspekte verstorben, die mich seit klein auf begleiteten. Es gipfelte im erhängen meines Vaters 2016.
      Ich denke, dass ich kaum Trauer oder Tränen brauchte, um die Dinge zu akzeptieren wie sie nun mal sind.
      Vielleicht spielt mir ein Glaubenssatz da in die Karten: Hänge dich niemals an Dinge, die du nicht innerhalb von 20 Sek. verlassen/ liegen lassen kannst. Das hat De Niro zu Pacino gesagt ;)
      Da ich auch nicht glaube das mir irgendwas auf Erden gehört, selbst der vermeintliche Besitz nicht, kann ich auch nie was verlieren, weil ich es ja nie hatte. Somit besitze ich natürlich im Laufe dieses Lebens immer weniger materielles. Da gehts automatisch mit dem Sammeln der Schätze im Himmelreich ~ <3 ~
      Sicher ist das ein Prozess, der sich bei mir glücklicherweise recht schnell abzeichnete, da mir die Jagt nach dem Geld und dem Unsinn den man dann damit macht, zuwider war und ist.

      So weit,
      danke ich für die Gedanken,
      und wünsche einen guten Start ins WE
      ~ <3 ~
      ~~ <3 ~~

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