Keine «Selbst»Erkenntnis ohne «Ego»Erkenntnis

    • Keine «Selbst»Erkenntnis ohne «Ego»Erkenntnis

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      DER SABOTEUR IN UNS

      Keine «Selbst»Erkenntnis ohne «Ego»Erkenntnis
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      Würden wir in einer Lebens-Umwelt aufwachsen, die über-
      wiegend von Mitgefühl, spiritueller Bewusstheit und Freund-
      lichkeit geprägt ist -
      in einer Gesellschaft Hochentwickelter Wesen /HEW
      - Gesellschaft, wie dies in den Gesprächen-mit-Gott
      bezeichnet wird -
      würden wir gar kein Ego in dem Sinne entwickeln,
      das von festgelegten, mehr oder weniger automatischen
      Reaktionsweisen bestimmt ist; kein «PrägungsEgo» also.
      Wir würden aus einem »wachen Ich» heraus leben,
      das kein "Ego" im herkömmlichen Sinne wäre, und das sich
      von Augenblick zu Augenblick verändert, sich weiterent-
      wickelt, innerlich wächst.

      Da dies aber nicht so ist - wir von klein auf "lernen",
      dass das Leben in dieser Welt "schwierig ist", dass unsere
      Mitmenschen mit unserem »ursprünglichen Wir-Selbst-Sein«
      nicht gut zurecht kommen, uns so nicht "haben wollen" --
      -- legen wir uns eine "Maske" zu;
      ein Prägungs-Ego, das mehr darauf schaut, gut anzukommen
      und Verletzungen zu vermeiden -- als unserem Innersten
      gemäß zu leben. In Fühlung mit unserer Seele.
      Das Prägungs-Ego ist eine Art und Weise "Ich zu sein",
      die sich stückweit von der Seelen-Verbindung abgekoppelt
      hat.

      Die Gespräche-mit-Gott vermitteln, dass wir orientiert an
      «stiftenden Gedanken» leben und handeln.
      Dies sind entweder Gedanken der Liebe oder der Angst.
      Das Prägungs-Ego ist ein Gewordensein`s-Ich, das
      im wesentlichen von Gedanken und Vorstellungen der Angst
      gelenkt ist.
      Hier ist es hilfreich, spirituelle Sichtweisen mit »psychologisch
      -spirituellen Sichtweisen« zu verbinden.
      Einer der heute inspirierendsten spirituellen Psychologen ist
      Colin Tipping, der die Methode der Radikalen Vergebung
      begründet hat.
      Er spricht von KERNÜBERZEUGUNGEN, die wir schon von
      früher Kindheit an in uns heranbilden, entwickeln und dann
      verfestigen.
      Sie sind das -- was die Gespräche-mit-Gott als "stiftende
      Gedanken der Angst im weitesten Sinne" bezeichnen würden.
      Eine wichtige Parallele.

      Das menschliche Prägungs-Ego ist nun kein "einheitliches
      Etwas", wie verschiedene psychologische Schulen beschrieben
      haben.
      Es besteht aus »verschiedenen inneren Anteilen«.
      Einen dieser Ego-Anteile nennt Colin Tipping das
      »Sabotierende Ich«.
      In seinem Buch Radikale Selbstvergebung sagt er darüber :
      "Dies ist das Ich, das ständig überprüft, welche Überzeugungen,
      Ideen, Vorstellungen, Einstellungen, Vorurteile und anderen
      Inhalte im Unbewussten lebendig sind, und dafür sorgt, dass
      sich alles, was wir tun, denken oder planen, im Einklang mit
      ihnen befindet.
      Wenn nicht, wird es versuchen, uns auf jede erdenkliche Weise
      zu sabotieren.
      Es wird unsere Beziehungen, unsere Finanzen und alle anderen
      Bereiche unseres Lebens unterminieren, wenn das was wir tun,
      denken oder planen, nicht in Übereinstimmung mit allen Kern-
      überzeugungen ist, die im Unbewussten schlummern." -- --
      Im folgenden zwei Beispiele :
      "Wenn Sie beispielsweise als Kind Zeuge einer schrecklich zer-
      strittenen Ehe Ihrer Eltern waren, kann es sein, dass sie un-
      bewusst beschlossen haben, eine Ehe könne nichts Gutes sein.
      Ihr Sabotierendes Ich wird daher jede Beziehung boykottieren,
      sobald das Gespräch aufs Heiraten kommt.
      Dasselbe gilt fürs Geld. Wenn Sie gemäß der Kernüberzeugung
      handeln, dass Geld etwas Schlechtes ist oder es immer daran
      mangelt, werden Sie nie reich.
      Ihr sabotierendes Ich wird dafür sorgen, dass Sie immer unter
      einer bestimmten Einkommensgrenze bleiben. Es schert sich
      nicht darum, ob Sie gern reich wären - es geht ihm lediglich
      darum, recht zu behalten. .. ..
      Wenn Sie ... Ihren Lebenslauf betrachten und schauen,
      was sich da regelmäßig abspielt, werden Sie merken, wann
      Ihr sabotierendes Ich am Werk ist .. .. " -- -- -- -- -- -- -- --

      Das kommt uns bekannt vor, o d e r ! ?
      Unser Prägungs-Ego macht sich auch auf unterschiedlichste
      andere Art-und-Weisen bemerkbar --
      -- etwa als "innerer Kritiker", der an nichts ein gutes Haar lässt ...
      als "innerer Antreiber", der uns immer zu "noch mehr" antreibt,
      uns nicht zur Ruhe kommen lässt ...
      als "verletztes inneres Kind", dem oft "alles zu viel" ist .. .. ..
      Es gibt die verschiedensten "inneren Anteile" .. .. ..
      Die Voice-Dialogue-Methode von Hal und Sidra Stone beschreiben
      das auf geniale Weise; aktuelle Bücher gibt es dazu von Ulrike
      Dahm ("Mit der Kindheit Frieden schliessen" und "SchattenHEILUNG")
      Ebenso die IFS/Therapie mit der "inneren Familie" (sehr lesenswert:
      MEINE INNERE WELT VERSTEHEN - von Jay Earley.) -- --

      Der Inspirations-Gedanke dieses Textes lautet :
      SELBST-Erkenntnis ist ohne - vorherige - EGO-Erkenntnis nicht
      möglich.
      Wenn wir also unser »spirituelles Selbst«, unser innerstes Wesen,
      unsere »Seele« (im Sinne von ATMAN, Colin Tipping nennt es ICH BIN)
      erkennen und verwirklichen wollen --
      -- kommen wir nicht darum herum,
      uns zuvor auch mit unserem »viel`gestaltigen Prägungs-Ego«,
      wie es hier beschrieben wurde, auseinanderzusetzen.
      Sonst werden wir ihm immer auf den Leim gehen.

      Aus einer psychologisch-spirituellen Sicht ist es dazu hilfreich,
      eine Seite-in-uns zu entwickeln, die wir «Achtsam-Seelenbewusstes Ich«
      nennen können.
      Die Voice-Dialogue-Psychologie spricht hier vom «Bewussten Ich«.
      Anders als das Prägungs-Ego (mit seinen fixen Anteilen wie "Kritiker",
      "Saboteur", "Antreiber", "kindgebliebener Jugendlicher" u.v.m.) --
      -- ist dieses »Bewusste Ich« nicht durch Prägungen/Vergangenheit
      bestimmt.
      Es ist waches, achtsames, "frisches" Durch`s-Leben-Gehen,
      waches Gewahrsein --
      -- ein Ich-Selbst-Sein, in dem wir uns unserer Seele, unserer inneren
      Göttlichkeit bewusst sind,
      und gleichzeitig b e m e r k e n , wannimmer sich unsere Ego-Anteile
      in uns melden;
      z.B. der "innere Kritiker", der mal wieder anmerkt, dass "alles Mist" ist.
      Dieses «Achtsam-Seelenbewusste Ich« gilt es in uns herauszubilden,
      zu entwickeln, verbunden mit Selbstempathie, Selbstmitgefühl, liebe-
      vollem Verständnis für alle "unsere Ego-Anteile".
      So kommen wir auf einen Weg, unser Menschsein mit unserem inneren
      Wesen, unserer Seele in Einklang zu bringen.

      In den Gesprächen-mit-Gott heißt es :
      "Die Seele - deine Seele - weiß zu jeder Zeit alles,
      was es zu wissen gibt." (GmG 1, N.D.Walsch, Seite 47)
      Ebenso: "Wenn du auf deine Seele hörst, wirst du wissen,
      was das Beste für dich ist, denn das Beste für dich
      ist das, was für dich wahr ist." (GmG 2, N.D.Walsch, Seite 39) -- --
      Das hier beschriebene »Achtsam-Seelenbewusste Ich« meint den Teil
      von uns, der sich darüber bewusst ist -- und sich darum bemüht
      (im Sinne "rechten Bemühens") in-Fühlung mit der Seele zu handeln.

      — Neuer Blick aufs Leben /Kulturarbeit —


      hallo Alle,
      das eigene Ego bzw. Prägungs-Ego verstehen, Achtsamkeit, waches Gewahrsein entwickeln ...
      verschiedenstes, worum es hier geht, empfinde ich für mich als wichtig und hilfreich - auf dem Weg, die tieferen Wahrheiten die die GmG vermitteln, im Alltag umzusetzen.
      Diese Gedanken vom Colin Tipping - mit dem "sabotierenden Teil in uns" kenne ich aus meinem Leben auch sehr.
      Ich denk, ohne auch diese Ego-Anteile in uns zu verstehen, bleiben spirituelle Einsichten meist nur Theorie.
      Euch ein gutes Wochenende =)
      Folker

      ps.: das Buch vom Jay Earley empfinde ich übrigens super*gut.
      Es gibt verschiedene Weisen des spirituellen Schauens
      und Denkens.

      Suchen wir das Gemeinsame - doch akzeptieren
      wir auch unsere Unterschiedlichkeit.

      In Gott sind wir alle eins.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Folker'D ()

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