♥ Jiddu Krishnamurti ♥ Ein zeitloser Reisender im Universum ~ Gedankenaustausch ☺

      Beitrag von Jo Stiller ()

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    • Jo Stiller schrieb:

      Jesus Christus wird 2086 wiederkehren und in seiner Lichtgestalt auf dem Berg Zion erscheinen... Warten wir es einfach ab...
      Wozu warten, das Leben geschieht jetzt, nicht erst wenn der oder der da ist ....

      unsere Egos sagen immer, warte noch, bis dass oder das eintrifft, dann kannst du ......
      und so warten die meisten Menschen ihr Leben lang, und können sich nicht entscheiden, auch mal was zu tun ...
      Ich bin, wie Gott mich schuf .... :) <3
    • Ich selbst habe keine Chance, irgendewas zu tun... Denn mir fehlen einfach die Möglichkeiten dazu... Ich meine jetzt die finanziellen Möglichkeiten... Da müsste schon ein Wunder geschehen... Davon einmal ganz abgesehen, brauch ich auch nichts mehr zu tun... Ich habe schon alles getan... Ich brauche nur noch für andere "da" zu sein... Ist das nicht genau das, was Neale auch sagt?

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    • Jo Stiller schrieb:

      Ich selbst habe keine Chance, irgendewas zu tun... Denn mir fehlen einfach die Möglichkeiten dazu... Ich meine jetzt die finanziellen Möglichkeiten... Da müsste schon ein Wunder geschehen... Davon einmal ganz abgesehen, brauch ich auch nichts mehr zu tun... Ich habe schon alles getan... Ich brauche nur noch für andere "da" zu sein... Ist das nicht genau das, was Neale auch sagt?
      Andreas Eschbach: Das 1 Billion Dollar Buch
      Selbst wenn du sehr viele finanzielle Mittel hast, würde es nie ausreichen, weil du zu vielen Interessen gegenüber stehst.
      Da nützt das materielle rein gar nichts.
      Jesus z.B. hat die Welt = die Gedanken = das Handeln von Millionen/ Milliarden Menschen nicht mit Geld beeinflusst...
      Ob so ein Weg heute noch möglich wäre, wie Jesus ihn damals ging, weiß ich nicht.
      Doch die Geschichtsbücher übermitteln uns, dass es damals möglich war...
      ~~ <3 ~~
    • Jiddu Krishnamurti Der Kern der Lehre
      Diesen Text verfasste Krishnamurti auf Ersuchen seiner Biografin Mary Lutyens.

      Der Kern der Lehre Krishnamurtis ist in einer Äußerung aus dem Jahr 1929 enthalten, als er sagte: "Die Wahrheit ist ein pfadloses Land." Der Mensch kann weder durch eine Organisation, einen Glauben, ein Dogma, einen Priester oder ein Ritual zu ihr gelangen noch durch philosophisches Wissen oder ein psychologische Technik. Er muss sie im Spiegel der Beziehungen finden, durch das Verständnis seiner eigenen Geistesinhalte, durch Beobachtung und nicht durch intellektuelle Analyse oder durch zergliedernde Innenschau.

      Der Mensch hat in seinem Inneren Bilder errichtet – religiöser, politischer, persönlicher Natur – die ihm als Schutzwall dienen. Diese manifestieren sich als Symbole, Ideen, Glaubensinhalte. Die Last dieser Bilder beherrscht das Denken, die Beziehungen und das tägliche Leben des Menschen. Diese Bilder sind die Ursache unserer Probleme, denn sie trennen den Menschen vom Menschen. Unsere Wahrnehmung des Lebens wird von vorgefassten Begriffen bestimmt. Unser Bewusstseinsinhalt ist unsere ganze Existenz. Dieser Inhalt ist allen Menschen gemein. Das Individuelle liegt im Namen, in der Form und in der vordergründigen Kultur, die wir uns aufgrund von Tradition und Umgebung angeeignet haben. Die Einzigartigkeit des Menschen liegt jedoch nicht in etwas Oberflächlichem, sondern in der vollkommenen Freiheit von dem Bewusstseinsinhalt, den er mit der ganzen Menschheit teilt. Daher ist er kein Individuum.

      Freiheit ist keine Reaktion. Freiheit bedeutet nicht freie Wahl zu haben. Der Mensch glaubt frei zu sein, wenn er frei wählen kann. Freiheit aber ist reines Beobachten, ohne Richtung, ohne Angst vor Strafe und Belohnung. Freiheit hat keine Motivation, Freiheit steht nicht am Ende der menschlichen Evolution, sondern liegt im ersten Schritt seiner Existenz. In der Beobachtung beginnen wir den Mangel an Freiheit zu entdecken. Freiheit finden wir im nicht auswählenden Gewahrsein unseres täglichen Lebens und Handelns.

      Das Denken ist Zeit. Das Denken kommt aus Erfahrung und Wissen, die mit Zeit und Vergangenheit verbunden sind. Zeit ist der psychologische Feind des Menschen. Unser Handeln beruht auf Wissen und daher auf Zeit, so dass der Mensch immer Sklave der Vergangenheit ist. Das Denken ist immer begrenzt, und daher leben wir in fortwährendem Konflikt und Kampf. Es gibt keine Evolution in der Psyche. Wenn der Mensch der Bewegung seiner eigenen Gedanken gewahr wird, erkennt er die Trennung zwischen dem Denker und dem Gedachten, dem Beobachter und dem Beobachteten, dem Erfahrenden und der Erfahrung. Er wird dahinter kommen, dass diese Spaltung eine Illusion ist. Erst dann kann es reines Beobachten geben, eine Einsicht ohne den Schatten der Vergangenheit oder der Zeit. Diese zeitlose Erkenntnis bewirkt eine tiefgreifende, radikale Wandlung des Geistes.

      Völlige Negation ist das Wesen der Positiven. Erst wenn all die Dinge negiert werden, die das Denken psychologisch hervorgebracht hat, kann es Liebe geben, die Mitgefühl und Intelligenz ist.
      ~~ <3 ~~
    • aori schrieb:

      Er wird dahinter kommen, dass diese Spaltung eine Illusion ist. Erst dann kann es reines Beobachten geben, eine Einsicht ohne den Schatten der Vergangenheit oder der Zeit. Diese zeitlose Erkenntnis bewirkt eine tiefgreifende, radikale Wandlung des Geistes.

      Völlige Negation ist das Wesen der Positiven. Erst wenn all die Dinge negiert werden, die das Denken psychologisch hervorgebracht hat, kann es Liebe geben, die Mitgefühl und Intelligenz ist.
      Wie sagt es ein Kurs in Wundern immer: Unser Leben ist einzig und allein eine Illusion, obwohl es tatsächlich nicht zu leugnen ist.....

      und je mehr ich von den GmG erfahre, je mehr erkenne ich, der Kurs und GmG haben sehr, sehr viel gemeinsam...... :) :) :)

      ich liebe sie beide....... <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3 <3
      Ich bin, wie Gott mich schuf .... :) <3
    • Was kann ich tun?
      Und wir sind verantwortlich. Machen Sie sich nichts vor, indem Sie sagen: “Was kann ich tun? Was kann ich als Einzelner, der ich in einer schäbigen kleinen Existenz lebe mit all dem Durcheinander und der Beschränktheit, was kann ich schon ausrichten?“ Beschränktheit existiert nur, wenn Sie sich nicht selbst kennen. Selbsterkenntnis ist Weisheit. Vielleicht kennen Sie all die Bücher nicht (und ich hoffe, es ist so), die Ihnen die neuesten Theorien darbieten, aber das ist keine Ignoranz. Sich selbst nicht zu kennen, tief und grundlegend, das ist Ignoranz. Und Sie können sich selbst nicht kennen, wenn Sie sich nicht wahrnehmen, nicht sehen, wie Sie tatsächlich sind, ohne jegliche Verzerrung und ohne den Wunsch sich zu ändern.
      Jiddu Krishnamurti
      Talks in Europe 1968

      Um weit zu gehen, müssen Sie nah beginnen
      Sicherlich, um weit zu gehen, müssen Sie nah beginnen, aber nah beginnen ist sehr schwierig für die meisten von uns, weil wir dem, was ist, der Tatsache, was wir eigentlich sind, entkommen wollen. Ohne uns selbst zu verstehen können wir nicht weit gehen, und wir sind in dauernder Beziehung, es gibt keine Existenz ohne wechselseitige Beziehung. Also ist Beziehung das Unmittelbare und um über das Unmittelbare hinaus zu kommen, muss zuerst Beziehung verstanden werden. Aber wir würden viel lieber das untersuchen, was sehr weit weg ist, was wir Gott oder Wahrheit nennen. Aber wenn wir eine fundamentale Revolution in unserer Beziehung vollziehen, dann ist klar, dass diese Flucht zu Gott oder der Wahrhaftigkeit fiktiv ist. Beziehung ist das einzige, was wir haben, und ohne Beziehung zu verstehen können wir niemals herausfinden, was Realität oder was Gott ist. Um also einen kompletten Wandel in der Sozialstruktur und der Gesellschaft herbeizuführen, muss jeder Einzelne seine wechselseitigen Verhältnisse läutern, und die Läuterung der Beziehung ist der Beginn der eigenen Transformation.
      Jiddu Krishnamurti
      The Collected Works vol VI pp 137
      ~~ <3 ~~
    • Neu

      MACHT
      <3 Jiddu Krishnamurti
      Perlen der Weisheit S. 111

      Der Prozess der Isolierung geht Hand in Hand mit dem Streben nach Macht. Ob man nun nach persönlicher Macht oder nach Macht für eine ethische oder nationale Gruppe strebt, beides führt unweigerlich zur Isolation, denn das Verlangen nach Macht, nach gesellschaftlicher Stellung, ist bereits Separatismus. Das ist ja schließlich, was jeder will, oder nicht? Der Mann will eine Machtstellung im Büro oder in einem bürokratischen Regime. Jeder sucht Macht, und in seinem Streben nach Macht wird er eine Gesellschaft aufbauen, die auf Macht, militärischer, industrieller, wirtschaftlicher Macht basiert - auch das ist offensichtlich. Wirkt nicht das Streben nach Macht seinem Wesen nach isolierend? Ich halte das für sehr wichtig, das zu verstehen, denn der Mensch, der sich eine friedliche Welt wünscht, eine Welt, in der es keine Kriege gibt, keine entsetzliche Zerstörung, kein katastrophales Elend unermesslichen Ausmaßes, muss diese fundamentale Frage stellen. Solange Sie als Individuum nach Macht streben, als Premierminister oder Abgeordneter, Rechtsanwalt oder nur zu Hause als Ehemann - das heißt, solange es Sie nach diesem Gefühl des Herrschens, des Bezwingens, der Mehrung von Macht und Einfluss verlangt -, werden Sie mit Sicherheit eine Gesellschaft schaffen, die das Resultat eines Isolationsprozesses ist. Denn es liegt in der Natur der Macht, dass sie isolierend und trennend wirkt.
      ~~ <3 ~~
    • Neu

      Donnerstag, 12. Mai 1983*
      *Jiddus 88 Geburtstag ~ sein letzter Geburtstag.
      Auszug aus dem Buch "Selbstgespräche"

      Namasté Jiddu Du schaffst es immer wieder mir mit klaren, wahren Worten das das Wesentliche vor Augen zu führen.
      DANKE!


      Man geht weiter, bis man zu einem anderen Hügel kommt, und auch da befinden sich mehrere Institute, Stiftungen, Organisationen fast aller Art. Auf der ganzen Welt gibt es dutzende von Instituten, Foren, innen- und außengeleitete Gruppen. Wo man auch hingeht in der sogenannten freien Welt, gibt es jede Art von Institution, Organisation, Forum, die dies und jenes tun, um der Menschheit den Frieden zu bringen, die Natur zu schützen, die verschiedensten Tiere zu retten und so weiter...
      Es ist ganz verwirrend und ziemlich verbreitet heute – Gruppen für die und Gruppen für jenes, jede Gruppe mit ihren eigenen Leitern, ihren eigenen Präsidenten und Sekretären, dem Mann, der damit begann und den anderen, die ihm folgten. Es ist ganz erstaunlich, all diese kleinen Organisationen und Institute. Und langsam beginnen sie sich aufzulösen, das ist wahrscheinlich allen Institutionen eigentümlich, auch den Institutionen, die dem Menschen äußerlich helfen, wie die Institutionen für höhere Bildung. Die sind wohl notwendig, doch man ist ziemlich erstaunt über die vielen innengeleiteten Gruppen, die verschiedenen Arten von Meditation betreiben. Das ist ein komisches Wort - „innengeleitet“ - wer ist der Leiter, und wohin leitet er? Ist der Leiter etwas anderes als das, wohin er leitet? Anscheinend stellen wir uns nie fundamentale Fragen.
      Da gibt es Organisationen, die dem Menschen in der materiellen Welt helfen sollen, die von Menschen kontrolliert werden, die selbst ihre eigenen Probleme haben und ihre eigenen Ambitionen und Errungenschaften, die den Erfolg anbeten, doch das ist wohl fast unvermeidlich, und dasselbe geschieht seit Tausenden und Abertausenden von Jahren.
      Gibt es aber Institutionen, die den Menschen erforschen oder der Menschheit Frieden bringen?
      Helfen die verschiedenen Systeme, die auf gewissen Überzeugungen beruhen, tatsächlich der Menschheit? Offenbar glauben das all die Organisatoren auf der Welt, doch haben sie tatsächlich der Menschheit geholfen, frei zu sein von Kummer, Schmerz, Angst und von der Mühsal des Lebens? Kann eine äußere Instanz, wie nobel auch immer, wie tief auch immer eingebunden in irgendwelche mystische, auf Ideen beruhende Traditionen, den Menschen in irgendeiner Weise ändern?
      Was wird grundlegend eine radikale Veränderung der Brutalität des Menschen bewirken, die Kriege beenden, die er durchgemacht hat, und den ständigen Konflikt, in dem er lebt? Wird Wissen ihm helfen? Wenn man das Wort Entwicklung mag – der Mensch hat sich durch Wissen entwickelt. Seit Urzeiten hat er eine große Menge Informationen gesammelt, Wissen über die Welt um ihn her, über ihn, vom Ochsenkarren bis zum Jet, vom Jet bis zum Mondflug und so fort. Das alles ist ein enormer Fortschritt. Doch hat dieses Wissen in irgendeiner Weise seine Selbstsucht beendet, seine aggressive, rivalisierende Rücksichtslosigkeit? Wissen ist schließlich das Kennen und Verstehen aller Dinge auf der Welt, wie die Welt geschaffen wurde, die Errungenschaften des Menschen von Anfang an bis zum heutigen Tag. Wir sind alle gut informiert, einige mehr, andere weniger, doch innerlich sind wir sehr primitiv, fast barbarisch, wie kultiviert wir auch äußerlich sein mögen, wie gut informiert über viele, viele Dinge und wie fähig zu argumentieren, zu überzeugen, Entscheidungen zu treffen und Beschlüsse zu fassen. Dies kann äußerlich endlos so weitergehen. Es gibt Dutzende und Dutzende von Spezialisten aller Art, doch man fragt sich ernstlich: kann irgendeine äußere Instanz, Gott inbegriffen, dem Menschen helfen, seinen Schmerz, seine tiefe Einsamkeit, seine Verwirrung, Angst und all das zu beenden? Oder muss er immer damit leben, sich damit abfinden, sich daran gewöhnen und sagen, das gehört zum Leben? Die überwältigende Mehrheit der Menschheit auf der ganzen Welt erträgt es, akzeptiert es. Oder sie haben Institutionen, um zu etwas Jenseitigem zu beten – um für den Frieden zu beten, Demonstrationen für den Frieden zu veranstalten, doch es ist kein Friede in den Herzen der Menschen.
      Was wird den Menschen ändern?
      Er hat endlos gelitten, gefangen im Netz der Angst, ständig dem Genuss nachjagend. Das war von jeher der Verlauf seines Lebens, und nichts scheint sich daran zu ändern. Statt zynisch über das alles zu sein oder bitter oder zornig: es ist so, das Leben ist so, und wir fragen, wie kann man das alles ändern?
      Sicher nicht durch eine äußere Instanz. Der Mensch muss sich dem stellen, ihm nicht ausweichen, es erforschen, ohne irgendwelche Hilfe zu suchen; es ist Herr seiner selbst. Er hat diese Gesellschaft geschaffen, er ist dafür verantwortlich, und diese Verantwortung fordert, dass er eine Veränderung in sich selbst vollbringt. Doch sehr wenige schenken dem Aufmerksamkeit. Was die große Masse der Menschen betrifft, deren Denken ist so völlig gleichgültig, verantwortungslos, sie suchen die Erfüllung ihres eigenen eigensüchtigen Lebens, sublimieren ihr Begehren, doch bleiben immer noch selbstsüchtig.
      Dies alles zu sehen ist kein Pessimismus oder der Versuch, optimistisch zu sein. Man muss dies alles sehen. Und Du bist der einzige, der sich selbst ändern kann und die Gesellschaft, in der Du lebst. Das ist eine Tatsache, und Du kannst ihr nicht entkommen. Wenn Du dem entfliehst, dann wirst du niemals Frieden auf dieser Erde haben, niemals eine bleibende Freude, ein wirkliches Gefühl.

      ~~ ~~
      ~~ <3 ~~
    • Neu

      Macht II
      Jiddu Krishnamurti
      Perlen der Weisheit S. 112
      ~ Hier wird u.a. erklärt, warum es Flüchtlinge gibt...

      Ein Mann, der liebevoll, der gütig ist, hat keinen Sinn für Macht, und deshalb ist ein solcher Mann an keine Nationalität, an keine Flagge gebunden. Er hat keine Flagge. Aber der Mann, der Macht in gleich welcher Form erstrebt, entweder in einer Bürokratie oder durch die Projektion seiner selbst, die er Gott nennt, wird sich zwangsläufig isolieren. Wenn Sie das sehr sorgfältig nachprüfen, werden Sie sehen, dass das Streben nach Macht seinem ganzen Wesen nach ein Prozess der Selbstbegrenzung ist. Jeder Einzelne sucht seine eigene Position, seine eigene Sicherheit, und solange diese Motive existieren, wird die Gesellschaft auf einen isolierenden Prozess aufgebaut. Das Streben nach Macht führt in die Isolation, und was isoliert ist, wird zwangsläufig Konflikt verursachen. Genau das geschieht überall auf der Welt. JEDE GRUPPE strebt nach Macht, und damit isoliert sie sich. Auf diese Weise entstehen Nationalismus und Patriotismus, die letztlich zu Krieg und Vernichtung führen.
      Ohne Beziehung gibt es keine Möglichkeit, im Leben zu bestehen; doch solange sich Beziehungen auf Macht und Herrschaft gründen, werden sie in die Isolierung führen, die unweigerlich zu Konflikt führt. Er gibt kein Leben in Isolation - kein Land, kein Volk, kein Einzelner kann in Isolation leben; doch wenn Sie auf so vielerlei Wegen nach Macht streben, verursachen Sie diese Isolation. Der Nationalist ist ein Verhängnis, denn durch seine nationalistische, patriotische Gesinnung baut er eine Mauer der Isolation. Er hat sich derart mit seinem Land identifiziert, dass er gegen das andere Land eine Mauer errichtet. Und was geschieht, wenn Sie eine Mauer gegen etwas errichten? Dieses Etwas wird unablässig gegen die Mauer schlagen. Wenn Sie gegen etwas Widerstand leisten, dann zeigt eben dieser Widerstand, dass Sie sich im Konflikt befinden. Folglich kann der Nationalismus mit seinem Prozess der Isolation, der durch Machtstreben in Gang kommt, keinen Frieden in der Welt schaffen. Ein Mensch, der Nationalist ist und über Brüderlichkeit spricht, lügt. Er lebt einen Widerspruch.
      ~~ <3 ~~
    • Neu

      Macht III
      Jiddu Krishnamurti
      ~Perlen der Weisheit S. 113/ 114

      Frieden auf der Welt ist unbedingt notwendig, andernfalls werden wir vernichtet. Einige wenige mögen davonkommen, doch die Zerstörung wird größer sein als je zuvor, wenn wir das Problem des Friedens nicht lösen. Frieden ist kein Ideal, ein Ideal ist unwirklich. Man muss verstehen, was wirklich stattfindet, doch dieses Verstehen des Wirklichen wird durch das Unwirkliche, das wir als Ideal bezeichnen, verhindert. Die Wirklichkeit ist, dass jeder nur nach Macht, einen Titel oder eine einflussreiche Stellung erstrebt, und das alles wird mit wohlmeinenden Worten verschleiert. Hier haben wir ein lebenswichtiges Problem. Es ist kein theoretisches Problem, und es kann auch nicht aufgeschoben werden; es erfordert sofortiges Handeln, denn die Katastrophe kommt bestimmt. Wenn sie nicht morgen kommt, dann im nächsten Jahr oder bald danach, denn der Isolationsprozess ist bereits im Gange. Wer ernstlich darüber nachdenkt, der muss die Wurzel des Problems in Angriff nehmen, das Machtstreben der Einzelnen, aus welchem sich die nach Macht strebende Gruppe, Rasse und Nation zusammensetzt. Kann man in der Welt ohne Verlangen nach Macht, nach Positionen, nach Autoritäten leben?
      Natürlich kann man es. Man kann es, wenn man sich nicht mit etwas Größerem identifiziert. Diese Identifizierung mit etwas Größerem – der Partei, dem Land, dem Volk, der Religion, Gott – ist das Streben nach Macht. Weil Sie in sich selbst leer, stumpf und schwach sind, haben Sie das Bedürfnis, sich mit etwas Größerem zu identifizieren. Und das ist das Bedürfnis nach Macht. Deshalb ist der Nationalismus – ja jede Art von Gemeinschaftsgeist – ein solcher Fluch für die Welt; denn er ist nichts anderes als Machtstreben. Wenn man also das Leben und damit auch das Wesen der Beziehung verstehen will, muss man das Motiv entdecken, das jedem von uns bewegt, denn dieses Motiv gestaltet unsere soziale Umwelt. Dieses Motiv bringt entweder Frieden oder Vernichtung in die Welt. Deshalb muss sich jeder Einzelne von uns bewusst sein, dass die Welt sich in einem Zustand des Elends und der Zerstörung befindet und dass wir, wenn wir bewusst oder unbewusst Macht anstreben, zu dieser Zerstörung beitragen und daher in einem ständigen Konflikt mit der Gesellschaft leben.

      Namasté Jiddu
      ~~ <3 ~~

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